Tankard - Thirst - Cover
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Tankard Thirst


  • Label: AFM/SOULFOOD
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch wenn es sich bei „Thirst“ fraglos um ein gutes Tankard-Werk handelt, geht ihm zwangsläufig der Kult früherer Tage ein kleinwenig ab.

Simpler, aber effektiver Thrash Metal und eine gehörige Portion Klamauk in den Texten – Tankard aus Frankfurt am Main haben sich in annähernd drei Dekaden einen ganz besonderen Ruf in der deutschen Metal-Landschaft erspielt, den sie auch heuer, mit ihrem 13. Studioalbum, locker verteidigen. Denn in all den Jahren haben die Thrasher vom Main immer einen gewissen Qualitätslevel eingehalten und ihren Stil nur minimal der Zeit angepasst.

Das Ganze war sicher einmal mit mehr („The Meaning Of Life“, 1990) und inzwischen mit etwas geringerem kommerziellen Erfolg verknüpft, doch das kümmert die Hardcore-Fangemeinde nicht. Und so ist auch „Thirst“ wieder einmal und zuallererst im seligen 80er-Jahre-Old-School-Thrash beheimatet. Von dieser sicheren Basis ausgehend, starten die passionierten Alkohol-Vernichter ihren wiederum von Andy Classen (Legion Of The Damned, Die Apokalyptischen Reiter) amtlich produzierten und abgemischten Kreuzzug durch typisches Mitgrölmaterial („Stay thirsty!“), temporeiches Doublebass-Gewitter („Hyperthermia“) aber auch nachdenkliches Liedgut wie „When daddy comes to play“, das den aufsehenerregenden Inzest-Fall vom Amstetten schildert.

Auch wenn es sich bei „Thirst“ fraglos um ein gutes Tankard-Werk handelt, geht ihm zwangsläufig der Kult früherer Tage ein kleinwenig ab. Aber das musste ja so kommen. Denn mittlerweile ist der Vierer aus der Bankenmetropole handwerklich unantastbar und kompositorisch voll auf der Höhe. Und ganz ehrlich, das ist auch gut so! Das Rad der Zeit lässt sich sowieso nicht zurückdrehen und die wackeligen „Zombie Attack“-Riffs sind ein für allemal Geschichte – wenn auch eine kultige.

Anspieltipps:

  • Stay thirsty!
  • Hyperthermia
  • Sexy feet under
  • When daddy comes to play

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