Metallica - All Nightmare Long EP - Cover
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Metallica All Nightmare Long EP


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 92 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Noch haben sich die Wogen nach der Veröffentlichung von „Death Magnetic“ (09/2008) nicht geglättet. Es sind sich zwar fast alle einig darüber, dass Metallica an ihre alten Stärken angeknüpft, ohne eine gewisse Weiterentwicklung aus den Augen gelassen zu haben, doch nach dem, ähem, legendären Snaresound auf „St. Anger“ (2003) ist nun die Abmischung das Sorgenkind der Fans. Für diese mag Mixer Greg Fidelman so denn auch keine Verantwortung übernehmen, schließlich habe jener die Songs bereits völlig übersteuert zum finalen Mix vorgelegt bekommen. Wer ist also der Übeltäter, der dafür gesorgt hat, dass ein „Death Magnetic“-Hörgenuss per Kopfhörer einer Prügelstrafe gleichkommt? Am besten, wir fragen mal Lars Ulrich...

Bevor sich das Jahr 2008 dem Ende zuneigt, haben sich die alten Geschäftemacher aus der Bay Area nochmals etwas Hübsches ausgedacht, mit dem sich a.) die Taschen füllen lassen und b.) die Charts geknackt werden können. Sprich: Die Veröffentlichung einer Single in drei Teilen. Okay, das ist nicht wirklich eine neue Idee, aber so ziemlich die effektivste Maßnahme, um einen echten Chart-Coup zu landen. Denn erstens kauft der Fan sowieso alles und zweites handelt es sich um die erste physische Singleauskopplung aus „Death Magnetic“.

Dazu herhalten muss der grandiose 8-Minuten-Klopper „All nightmare long“, der auf drei Silberlinge verteilt (davon eine DVD) um vier exklusive Live-Songs ergänzt wurde, die während der Album Release Party in der Berliner O2 World Arena am 12.09.2008 aufgenommen wurden. Die Wahl fiel dabei auf die Klassiker „Wherever I may roam“, „Master of puppets“, „Blackened“ und „Seek and destroy“. Und auch hier werden die HighEnd-Soundfreaks wieder Sorgenfalten bekommen. Denn zum einen wahr/ist die Akustik in dem neuerbauten Mehrzwecktempel nicht die allerbeste, zum anderen befindet sich die Qualität der Aufnahmen nur auf gehobenem Bootleg-Niveau.

Da können die Songs noch so gut sein – wenn sie wie durch ein Kopfkissen gefiltert aus den Boxen rumpeln, ist es schnell aus mit dem Spaß an der Freude. Für B-Seiten auf Maxi-Singles mag so eine Qualität vielleicht gerade noch durchgehen, auf einem Album würde man diesen Lapsus böse verurteilen. Deshalb muss es für den Sound leider einen dicken Punktabzug geben! Denn abgesehen von der genialen Musik, ist es erstaunlich, was sich die Multi-Millionen-Dollar-Geldmaschine zum wiederholten Male traut, den Fans vorzusetzen: Nach übersteuerten Alben und lieblosen Pappsärgen als Verpackung, sind es jetzt Live-Aufnahmen, die wie aus der Blechdose klingen. Muss denn das sein?!

Anspieltipps:

  • Blackened
  • Seek and destroy
  • All nightmare long

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