Devian - God To The Illfated - Cover
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Devian God To The Illfated


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 45 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Death Metal aus Schweden? Hm, ist ja nichts Ungewöhnliches! Devian heißen die also - Sänger Erik „Legion“ Hagstedt und Schlagzeuger Emil Dragotinovic, beide ihres Zeichens Ex-Mitglieder der aus dem gleichen Land kommenden Black Metal Band Marduk haben sie gegründet. Nun ja, bisher immer noch nichts wirklich Spektakuläres - vor allem bei dieser wechselmütigen Musik-Szene! Die beiden wollten, wie sie selbst berichteten, sich von dem zu technisch gewordenen Stücken ihrer ehemaligen Band lösen und in ihrer neuen Formation mehr auf eingängige Hooks und dynamischen Old-School Vibe wert legen. Das klingt dann doch bei den ganzen nichtssagenden Saitenvirtuosen heutzutage schon gar nicht so schlecht! 2006 gegründet, haben sich Erik und Emil noch drei Männer dazu geholt und ein Jahr später ihr Debüt „Ninewinged Serpent“ veröffentlicht.

Die Presse fand den Erstling wahrlich grandios und spricht von einer Mischung aus Death-Black und Thrashmetal. Gerade einmal ein Jahr später veröffentlichen die Schweden mit „God to the illfated“ nun den Nachfolger. Oha – Gemischt wurde das Album von Peter Tägtgren (Hypocrisy / Pain), gemastert gar von Peter In de Betou (Dimmu Borgir / Arch Enemy / Dark Tranquillity). Nun, spätestens jetzt kann es wohl keiner mehr erwarten, die Play-Taste zu drücken und die Sache ein wenig genauer unter die Augen zu nehmen.

Mit dem Opener „Mask of virtue“ geht es gleich mit großen Schritten in die richtige Richtung. Legion ist stimmlich super aufgelegt und auch die beiden Gitarristen liefern dich beeindruckende Melodie-Duelle! Das folgende „Assailant“ lässt in keiner Weise nach – im Gegenteil: Es setzt eher noch eine ganzen Berg drauf, kommt es doch mit Riffs ala Amon Amarth daher. Auch das temporeiche „The Unspoken“ macht keine Pause. Lediglich innerhalb der Stücke wird durch filigrane Stops, abwechslungsreiche und dennoch eingängige Melodien und druckvollen Shout-und Growl-Vocals enorme Abwechslung erzeugt. „Saintbleeder“ lässt zum ersten Mal deutliche Parallelen zur Vorgängerband Marduk erkennen. Darüber hinaus lässt Sänger Erik hier sogar Gitarrist Joinus ein paar cleane Worte im Refrain trällern.

Der Titeltrack macht, auch aufgrund eines knackigen, starken Solos, ebenfalls mächtig Druck – dabei fällt einem auf: Genau so muss Death Metal klingen. Bei wem beim Hören dieses Stückes nicht zumindest das Augenlid anfängt zu bangen, der hat echt nie was von dieser Musikrichtung verstanden. „Summerdeath“ biegt noch eine Spur weiter Richtung Amon Amarth ab, kommt es doch vor Allem durch sein gemäßigtes Tempo und seine Schwere deutlich gewaltiger und pompöser daher. Diese Richtung wird bei „South of halo“ beibehalten, um kurz durch „Awaiting doom“ mit schnellem Death-Metal in Reinkultur unterbrochen zu werden um im Anschluss mit dem epischen „When the vultures have left“ abzuschließen.

Wow, was die Schweden hier geschaffen haben, ist wirklich beeindruckend! Die Mischung der drei oben genannten Musikstile wird mit einer derartigen Brillanz abgeliefert, dass man schon fast ein wenig Angst bekommt! Die Black-Metal-Passagen der Vorgängerband könnten sogar gern noch deutlicher reduziert werden. Erhältlich ist das Album im Übrigen in der Erstauflage als 12-Track-CD inklusive zweier Bonusstücke. Das heißt also jetzt zuschlagen - Ihr werdet es nicht bereuen!

Anspieltipps:

  • Assailant
  • God to the illfated
  • South of halo
  • When the vultures have left

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