Ingrid Michaelson - Girls And Boys - Cover
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Ingrid Michaelson Girls And Boys


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Singer/Songwriter-Folkpop im Stil von Regina Spektor, Lisa Loeb und Sara Bareilles.

Du wirst Ingrid Michaelson höchstwahrscheinlich nicht kennen, aber vielleicht einen ihrer Songs. Denn die 29jährige Songwriterin aus New York hat ohne einen Plattenvertrag zu haben, vier Songs in der seit 2005 laufenden US-Fernsehserie „Grey’s Anatomy” untergebracht, einfach „weil die Songs so wundervoll zur Handlung passen“, wie die Macher begeistert konstatieren. Eine bessere Promotion kann einem Musiker kaum passieren und trotzdem, kommerziell gesehen ist Ingrid Michaelson noch nicht so richtig durchgestartet.

In Deutschland erscheint jetzt mit „Girls And Boys“ mit über einem Jahr Verspätung der Nachfolger ihres Independent-Debüts „Slow The Rain“ (01/2005). In den USA und England ist derweil schon das Drittwerk „Be OK“ (10/2008) erschienen. Die Deutschen hecheln also wieder mal hinterher, aber noch ist es nicht zu spät, die Songwriterin mit den roten Haaren und der markanten Brille zu entdecken. Und das wird auf jeden Fall empfohlen, denn wer auf Singer/Songwriter-Folkpop im Stil von Regina Spektor, Lisa Loeb und Sara Bareilles steht, kann mit dem Erwerb von „Girls And Boys“ nichts falsch machen.

Eingerahmt von den aus „Grey’s Anatomy” bekannten Songs („Breakable”, „The way I am”, „Corner of your heart” und „Keep breathing”, die gleichzeitig zu den Besten des Albums zählen), bietet „Girls And Boys“ schöne und vor allem handgemachte Musik mit Sinn für eingängige Melodien (neben oben genannten Titeln sind u.a. noch „The hat“, „Overboard“ und „Glass“ zu erwähnen) sowie abwechslungsreiche Arrangements, mit der jegliche Langeweile vermieden wird. Da wären zum Beispiel die zerrenden E-Gitarren in „Die alone“, die gespenstisch angehauchten Klänge in „Corner of your heart“, das sich vom verträumten Akustikliedchen zum aufregenden Schrammelsong steigernde „December baby“, der federleichte Singalong „Far away“ oder die betörende Mischung aus einschmeichelnden Harmoniegesängen und Gitarren- und Pianoklängen in „Masochist“.

Verpackt ist das Ganze in eine angenehm warme Produktion, die den Songs Luft zum atmen lässt und den Hörer nicht aufdringlich anspringt. Also genau die richtigen Rahmenbedingungen für ein im Herbst bzw. Winter erscheinendes Singer/Songwriter-Album einer, wie wir deutlich hören können, vielversprechenden Newcomerin.

Anspieltipps:

  • Glass
  • Die alone
  • Overboard
  • Breakable
  • Keep breathing

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