Manowar - Magic Circle Festival Vol. 2 - Cover
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Manowar Magic Circle Festival Vol. 2


  • Label: Universal
  • Laufzeit: 360 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Manowar-DVD-Veröffentlichungen haben inzwischen mehr als nur groteske Ausmaße angenommen.

Es fällt schwer, das vergangene, nunmehr zweite Manowar-eigene „Magic Circle Festival“ nicht als Flop zu bezeichnen. Zwar nennen offizielle Stellen abermals gestiegene Besuchermengen, andere Quellen gehen allerdings von deutlich geringeren Zahlen aus (was bei inzwischen happigen Ticketpreisen auch kein Wunder wäre). Doch weil Manowar schon immer für einen kleinen Skandal gut waren, wurde auch die Absage zweier zugkräftiger Co-Headliner (Def Leppard, Whitesnake) erst unmittelbar vor Festivalbeginn bekannt gegeben.

Natürlich ist davon auf der DVD nichts zu sehen. Wenn man den Bildern glauben darf, herrschte dennoch auf dem Festival eine durchgängige Frieden-Freude-Eierkuchen Atmosphäre. Ob dem wirklich so war, sei dahin gestellt, jedenfalls stinkt die Sache bis zum Himmel. Geboten bekommt man dafür im Hauptprogramm einen Zusammenschnitt der beiden Manowar-Auftritte, die zu diesem Anlass erstmals die ersten sechs Alben der Banddiscografie in Gänze zur Aufführung brachten. Dazu gehören zweifelllos technisch einwandfreie Performances von selten gespielten Songs wie „Fast Taker“, „Hail To England“, „Blow Your Speakers“ und zum ersten Mal überhaupt „The Crown And The Ring“ live mit Chor. Leider hat man Sänger Eric Adams schon eine Spur besser gehört, aber auch etwas angeschlagen kann der Frontmann noch einiges an Boden gut machen. Dazwischen sind immer mal wieder kleine „Making Of“ Berichte zur Entstehung der jeweiligen Alben zu sehen.

Soweit so gut – wenn da nicht die Tatsache wäre, dass die Anzahl von Manowar-DVD-Veröffentlichungen inzwischen mehr als nur groteske Ausmaße angenommen hat. Mit „Magic Circle Festival – Volume 2“ steht nun die inzwischen bereits siebte derartige Scheibe in den Läden, dass man sich fragen muss, ob ein paar live-Raritäten als Kaufanreiz genug sind. Denn die Bonus DVD kann man getrost komplett außen vor lassen. Neben einigen Songs von anderen Festival Bands wie Cassock, K.O.B.U.S. und Titanum Black (von den bedeutenderen Bands des Festivals wie Alice Cooper, Doro, Gotthard und W.A.S.P. fehlt jede Spur) finden sich lediglich einige wirklich überflüssige und höchstens als Realsatire genießbare Specials wie „lightning the eternal flame of metal“. Unterm Strich also eine durchwegs fragwürdige Veröffentlichung, die kaum dazu beitragen dürfte, das angeschlagene Image von Manowar in der Szene wieder zu verbessern.

Anspieltipps:

  • Hail To England
  • Blow Your Speakers
  • The Crown And The Ring

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