Soundtrack - 1 1/2 Ritter: Auf Der Suche Nach Der Hinreißenden Herzelinde - Cover
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Soundtrack 1 1/2 Ritter: Auf Der Suche Nach Der Hinreißenden Herzelinde


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 65 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach seinem wahnsinnig erfolgreichen Film „KeinOhrHasen“ wollte sich Regisseur, Produzent und Schauspieler Til Schweiger einen lange gehegten Wunsch erfüllen: Einen Ritterfilm, der gewohnt komödiantisch mit dem Thema umgeht und natürlich eine Liebesgeschichte beinhaltet.

Mit vielen bekannten (Fernseh-)Namen wie Udo Kier, Rick Kavanian, Thomas Gottschalk, Hannelore Elsner, Dieter Hallervorden, Jopi Heesters, Julia Dietze, Tobias Moretti, Ralph Herforth und der ehemaligen Boygroup New Kids On The Block rechnete Schweiger sicher mit dem zu erwartenden Blitzlichtgewitter und ähnlichem Erfolg an der Kinokasse. Leider hält der Film den Erwartungen wohl nicht stand und bekommt von allen Kinomagazinen das Prädikat Blödelfilm der unteren Qualitätskategorie verpasst. Das heißt nicht unbedingt, dass der Film nicht doch erfolgreich werden wird, dafür gibt es ja genug Beispiele.

Der dazugehörige Soundtrack wurde wieder von Schweigers bekannten Score-Schreibern Dirk Reichardt und Stefan Hansen komponiert und diesmal fügte er im Gegensatz zu der „KeinOhrHasen“-CD nur zwei aktuelle Songs hinzu, die auch außerhalb des Films schon veröffentlicht wurden: „Colour of Snow“ von der jungen deutschen Band Polarkreis 18 ist der Titelsong ihres Debütalbums und begeistert mit der hellen Stimme von Sänger Räuber und auffälligen elektronischen Elementen, die Atmosphäre erzeugen. Der in den Film integrierte Gastauftritt der Band „New Kids On The Block“, die mit „Dirty Dancing“ einen Song von ihrem diesjährigen eher durchschnittlichen Comebackalbum performen, ist der zweite fremde Song, der aber sehr konventionell und eher langweilig klingt.

Der reine Score steht natürlich im Mittelpunkt und hier werden ausschließlich von einem Orchester eingespielte Instrumentalsongs, teilweise mit weiblichem Hintergrundgesang, gereicht, die mit klassischen Instrumenten die entsprechende Stimmung zu der jeweiligen Filmszene gut transportieren. Ohne die Bilder hört man einfach gut gemachte, klassische Musik, die den Hörer emotional einbindet. Die negativen Ausfälle sind die anschließenden Remixe, die die ursprünglichen Tracks dermaßen verhunzen, das einem fast schlecht wird. Einzig Til Schweigers gewollt schiefe Gesangseinlage besitzt im Remix eine durchaus witzige Komponente, doch die anderen Songs aus dem Score sollten nicht mit derartigen künstlichen Mitteln verschandelt werden. Es kommt also zu folgendem Urteil: Ein guter Score, schlimme Remixe und eine gute „Polarkreis 18“-Single lassen den Soundtrack doch um einiges besser als den Film abschneiden.

Anspieltipps:

  • Libertas
  • Walta Sattla (Der Rettich)
  • Polarkreis 18, The Colour Of Snow

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