Doro - Fear No Evil - Cover
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Doro Fear No Evil


  • Label: AFM/Soulfood
  • Laufzeit: 56 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Was auch immer man von Doro Pesch halten mag, von ihrem 80er Jahre Heavy Rock, den oft platten Texten und Problemen, englische Wörter richtig auszusprechen: auch die größten Kritiker müssen neidlos anerkennen, dass es keine selbstverständlich ist, sich 25 Jahre lang als Frau im Heavy Metal durchzukämpfen. Zumal der deutschen Rocklady Nummer 1 mit dem Album „Triumph And Agony“ ihrer ehemaligen Band Warlock eines der wohl bedeutsamsten Metal Alben der 80er hoch anzurechnen ist. Nach einer zwischenzeitlichen Abkehr von den härteren Klängen in den 90er Jahren stehen die Zeichen seit „Calling The Wild“ oder spätestens „Fight“ wieder eindeutig auf Metal. Den bisherigen Höhepunkt dieser Rückkehr zu traditionellen Schwermetallklängen markiert die neue Scheibe mit dem typisch-Doro Titel „Fear No Evil“.

Und das startet mit einer Huldigung an ihre ehemalige Hauptband: „The Night Of The Warlock“. Statt wie in Anfangstagen allerdings kräftig aufs Gas zu treten und mit harten Riffs kräftig in den Allerwertesten zu treten regiert erstmal mitklatschtaugliches Midtempo. Immerhin dürfte der Refrain live kräftig zünden und genauso ins Ohr gehen wie das darauf folgende „Running From The Devil“. Mit „Celebrate“ schließt sich ein Song an, der von der gleichnamigen EP bereits bekannt sein dürfte: eine Selbstbeweihräucherungshymne über die ersten 25 Jahre Doro mit namenhafter Unterstützung im Refrain. Von den zahlreichen Gastsängern von Biff Byford (Saxon) über Floor Jansen (After Forever) und Liv Kristine (Leave‘s Eyes) bis zu Angela Gossow (Arch Enemy) ist zwar lediglich letztere einigermaßen deutlich heraus zu hören, die Namen machen sich dennoch mächtig gut auf dem Cover.

Mehr Überraschungen hält die zweite Albumhälfte vor den Hörer bereit: mit „Caught In A Battle“ und „On The Run“ sind endlich mal wieder zwei waschechte Double-Bass Nackenbrecher vertreten und bei „Walking With The Angels“ singt keine geringere als Ex-Nigtwish-Sängerin Tarja Turunen mit Doro Pesch im Duett. Natürlich darf auch die obligatorische deutschsprachige Ballade nicht fehlen. „Herzblut“ stellt zwar den Vorgängersong „In Liebe Und Freundschaft“ bei weitem in den Schatten, was allerdings nicht über die abermals recht platten Lyrics hinwegtäuscht. Abgerundet wird das Paket mit einer Handvoll Doro-typischen Midtempo Songs wie „I Lay My Head Upon My Sword“, „It Kills Me“ und „Long Lost For Love“, wobei bei letzterem der Refrain von Celine Dions „My Heart Will Go On“ eine recht dreiste Kopie erfährt.

Insgesamt also eine recht Runde Angelegenheit. Doro erfindet zwar weder den Heavy Metal neu, noch erreicht sie ihre eigenen Meisterleistungen aus den späten 80ern, setzt den Aufwärtstrend der letzten Alben allerdings lückenlos fort. Fans und Freunde traditioneller Metalklänge können ohnehin zugreifen, ohne mit der Wimper zu zucken.

Anspieltipps:

  • Celebrate
  • On The Run
  • Walking With The Angels

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