Glowing Elephant - Radioactive Creampieces - Cover
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Glowing Elephant Radioactive Creampieces


  • Label: Abandon/New Music
  • Laufzeit: 56 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Glowing Elephant aus Köln spielen auf ihrem Debüt psychedelischen Alternative Rock, der nach all diesen berühmten Halluzinogenen klingt und seine großen Vorbilder auch gar nicht verbergen will. Freilich alles andere als spektakulär, aber immerhin ziemlich gut gemacht.

„Radioactive Creampieces“ wirkt wie aus einem Guss komponiert und leistet sich auch kaum Schnitzer, obwohl das beste Pulver bereits in der ersten Hälfte verschossen wird. Offenbart der Opener schon sämtliche Stärken der Band, welche sich primär aus dem Gespür für effektiven Spannungsaufbau und große Refrains zusammensetzen, ist mit „Seven Dayz“ der Zenit des Albums erreicht. Ein ziemlicher Hit, der sich festsetzt und das hohe Potenzial von Glowing Elephant erkennen lässt. Demgegenüber haben es andere Stücke schwer, sich zu behaupten. Zu nennen wäre hier insbesondere der überambitionierte, wohl als psychedelisches Inferno angelegte Titeltrack, welchem im Laufe der Zeit stark die Luft ausgeht. Aber auch einigen anderen Songs fehlt leider im Vergleich zu den Highlights das gewisse Etwas.

Glowing Elephant werfen natürlich die Frage auf, ob die Welt junge Kapellen braucht, die sich lediglich darauf beschränken, Versatzstücke der Sechziger irgendwie, na ja, gar nicht neu zu ordnen. Auch Ergänzung findet höchstens im Ansatz statt, wobei die songwriterischen Qualitäten natürlich letztlich viel zu offensichtlich sind, um den vier Musikern ernsthaft einen Strick daraus zu drehen. Der leicht fade Geschmack der Coverband aber bleibt.

Anspieltipps:

  • Bassman`s Gallery
  • Smiling Is The Language
  • Seven Dayz

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