Nashville Pussy - From Hell To Texas - Cover
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Nashville Pussy From Hell To Texas


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Elf Jahre ist die kleine Zurechtrückung im Schwanzrock „Let Them Eat Pussy“ schon her. Im Grunde könnten Nashville Pussy jedes ihrer Albun so nennen. Viel ändern, dass war von Beginn an gewahr, wird sich an dieser Band nicht mehr. Insofern stößt die windmühlenartige Beständigkeit im Musikjournalismus jeden Output rezensierbar zu machen bei Nashville Pussy an seine sinnhaften Grenzen.

Doch man müsse sich ja immer vorstellen ein Neuling lese das. Das gemischte Quartett aus Atlanta, dass sich Nashville Pussy nennt, macht staub-, besser: wüstentrockenen, bluesigen Southern Hardrock der melodiösen Mitsingschule und ist spielend schnell zu einer Institution in seinem Genre geworden. Auf-die-Fresse- oder Kick-Ass-Rock-N-Roll lauten die treffenden Nachsagungen.

Nun also Album Nummer fünf. „From Hell To Texas“ erweist sich unüberraschenderweise als Kontinuität im musikalischen Kosmos der tätowierten, Cowboyhüte und –stiefel tragenden Semialkoholiker. Sex, Freiheit, Autos, Tod, Booze; ihr kennt das ja. Was einzig verbleibt für jedwede Fraktion von Fachschafft ist die Verortung des Genreniveaus, wenn sich alles andere in wettbewerbsverweigernder Beständigkeit übt. Und hier gilt es Farbe zu bekennen: Nahsville Pussy machen ihre stupide Sache verdammt gut. Vor allem die schweren Bluesriffs und das erstaunlich formidabel getimede Schlagzeug tragen „From Hell To Texas“ mit kühlem Fahrtwind in die Halbwüste. „Speed Machine“ löst ein, was es verspricht, bei „I’m So High“ wurde der Refrain-Gesang der heulenden Stimme vom kollaborierenden Danko Jones auf den Leib geschrieben; der freilich nicht Müde wird zu betonen, welch Ehre dieser Spaß gewesen sei. „Lazy Jesus“ hat Willy Nelson (!) als Produzenten, tanzt am engsten mit dem Bluesrock und ist der beste Song des Albums, „Pray For The Devil“ soll in seiner Eingängigkeit auch nicht vergessen werden.

Nashville Pussy ist gleich: bluesiger Southern Hardrock mit obszöner Attitüde und sympathischem Dahinter. Daran wird sich nichts ändern, also „Let Them Eat Pussy“.

Anspieltipps:

  • Speed Machine
  • Lazy Jesus
  • I’m So High
  • Pray For The Devil

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