Lionel Richie - Just Go - Cover
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Lionel Richie Just Go


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 59 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Stillstand heißt Abstieg. Deshalb gilt: Wer im Pop-Biz erfolgreich sein will, muss mit der Zeit gehen. Vielleicht schreibt Lionel Richie aus diesem Grund nicht mehr so viele eigene Songs, sondern lässt sich lieber passendes Material auf den Leib schneidern. Die Motown-Ära ist schließlich – trotz aktuellem Jubiläum – vorbei und der Hörer von heute verlangt nach anderen Klängen.

Für „Just Go“ hat der bald 60-Jährige, der höchstens aussieht wie 40, u.a. auf die Künste von Ne-Yo, Akon, Taj Jackson, Christopher „Tricky“ Stewart, StarGate und Terius „The Dream“ Nash zurückgegriffen. Das ist gewiss keine schlechte Truppe, die Lionel Richie bzw. sein Label zusammengestellt hat, doch durch den Umstand, dass diese Leute so oft gebucht werden, haben die Songs oft keinen eigenständigen Charakter und wirken austauschbar. Sie könnten von jedem x-beliebigen R&B-Künstler stammen, egal ob dieser eine Vollpflaume oder eine Legende wie Lionel Richie ist.

Dazu kommt, dass auch die aufgebotene Studio-Starriege nicht verhindern kann, dass sich überraschend viel durchschnittliches Songmaterial auf die Platte geschmuggelt hat. So muss sich der Hörer erst durch Stangenware wie „I’m in love“, „Into you deep“ oder „Good morning“ (eine unglückliche Wahl für die erste Singleauskopplung) kämpfen, bis er auf herausragende Songs wie „Just go”, „Pastime”, „Through my eyes”, „Nothing left to give”, „Face in the crowd” und „Eternity“ stößt. Mit sechs von 14 Treffern und Lionel Richies wunderbarer Stimme bekommt „Just Go“ doch noch die Kurve und stimmt den Rezensenten am Ende versöhnlich. Die Rote Karte bleibt noch mal stecken, aber der Auftrag lautet: Beim nächsten Mal bitte weniger Ausschuss- und Stangenware!

Anspieltipps:

  • Just go
  • Pastime
  • Through my eyes
  • Face in the crowd
  • Nothing left to give

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