F5 - The Reckoning - Cover
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F5 The Reckoning


  • Label: Nightmare Records/SPV
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Der kryptische Bandname F5 löst erst einmal Stirnrunzeln aus. Was man auch immer mit diesem Kürzel verbinden mag – es ist ganz bestimmt nicht Heavy Metal der alten Schule, wie man ihn auf dem zweiten Album „The Reckoning“ der Formation um die Ex-Megadeth Mitglieder David Ellefson und Jimmy Degrasso haufenweise zu hören bekommt. Im Vergleich mit dem ehemaligen Brötchengeber sind die Thrashmetal-Anteile zwar nur Ansatzweise zu erkennen, in Sachen Härte stehen F5 dem aber in nichts nach. Auch in Sänger Dale Steele glaubt man einen kleinen Dave Mustaine zu hören – was durchaus positiv gemeint sein soll.

Insgesamt offenbart „The Reckoning“ allerdings einige tiefgehende Schwächen: zwar können versierte Instrumentalisten und knallige Produktion durchaus überzeugen, aber zu keinem Zeitpunkt wirklich über die fehlende Eigenständigkeit hinweg täuschen, die F5 leider immer noch anhaftet. Meistens fehlt einfach das gewisse Etwas, das aus einem netten Heavy-Metal-Song eine wirklich gute Komposition macht. Auch wenn musikalisch gesehen ganze Arbeit bei Gitarren und Gesang geleistet wird, bleibt letztendlich alles im besten Sinne austauschbar, denn auch die gute Kopie eines seit drei Jahrzehnten zelebrierten Musikstils ist noch immer nur eine Kopie. Letztendlich sind es zwingendere Songideen, die „The Reckoning“ abgehen und das Album aus der Masse an Veröffentlichungen hervorheben würden.

Schade, denn Songs wie „Control“, „The Reckoning“ und vor allem „Love Is Dead“ tragen unverkennbar Potential in sich. Im Gegensatz dazu rauscht ein Großteil der auf diesem Album versammelten Nummern leider einfach vorbei. Zwar hämmern durchgängig harte Nummern wie „I Am The Taker“, „Cause For Concern“ und „Final Hour“ stark rhythmisch durch die Gehörgänge, hinterlassen aber keine Spuren.

Im Großen und Ganzen ist „The Reckoning“ also kein wirklich überzeugendes Album geworden. Auch wenn immer wieder überzeugende Ansätze durchdringen, wird bei F5 die fehlende Eigenständigkeit zum Stolperstein, während von einer gewissen Hitdichte ohnehin keine Rede sein kann. Damit beginnt das warten auf das viel beschworene dritte Album, ganz nach dem Motto „make it or break it“.

Anspieltipps:

  • The Reckoning
  • Love Is Dead
  • Control

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