White Lies - To Lose My Life... - Cover
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White Lies To Lose My Life...


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Einzig die vereinzelt fehlende Abwechslung und der manchmal zu vordergründige Bass, machen diese Platte zu einer „guten“ anstatt „sehr guten“ Leistung.

Aus Großbritannien kommen viele Bands die sich ähneln. Auf die White Lies trifft dies nicht ganz zu. Harry McVeigh (Gitarre, Gesang), Charles Cave (Bass, Gesang) und Jack Lawrence-Brown (Schlagzeug) begleitet ein offener Gitarrensound, welcher geküsst von der Inspiration aus BritPop und 80er Jahre daher kommt, ohne dabei Retro zu wirken. Mit „To Lose My Life…“ veröffentlicht man diesen Januar das erste Album. Nach einem aktiven Jahr des Tourens (u.a. Reading-Festival etc.) ist man mit ihrem Sound bereits vertraut. Das Gesamtpaket von „To Lose My Life…“ wurde dennoch gespannt erwartet.

„Death“ eröffnet „To Lose My Life…“ als erste Single eher durchschnittlich. Relativ wenig hebt sich bei monotonem Schlagzeug und eintönigem Bass ab. Bereits früh erkennt man die Richtung, welche White Lies mit ihrem Stil einschlagen. Schnell kommt einem der Gedanke ins Ohr, man hätte sich kreativ von The Killers inspirieren lassen. Die gleichnamige Single „To Lose My Life…“ weitet seine Sphären gemächlich aus. Etwas weniger Konzentration auf den Overdrive des Bass, hätte dem Song vielleicht gut getan. Mit „A Place To Hide“
ist die Kritik allerdings schnell vergessen und das Blatt wendet sich zum Guten. Bald fällt einem der Vergleich zu den „Killers“ wieder ein, ertappt man sich doch aber dieses Mal dabei, enttäuscht von aktuellen Werken der Amerikaner zu sein.

„Fifty On Our Foreheads“ fährt das Tempo stilvoll etwas runter, um mit „Unfinished Business“ Größe zu zeigen. Die Mischung aus Orgel, Bass, Gesang und Vocals harmoniert exzellent. Sicherlich wird „To Lose My Life…“ nicht Jedermanns Geschmack treffen, honorieren muss man Songs wie „Unfinished Business“ und „From The Stars“, nachdem „E.S.T“ ebenfalls auf facettenreiche Art und Weise überzeugt, allemal. Letzteres ist der eindeutige Star der Platte und bekommt durch Einsatz von Streichern, das ominöse Sahnehäubchen verpasst. Viel kann nun nicht mehr schief gehen. „Farewell To The Fairground“ hebt sich etwas vom 80er Jahre-Touch der meisten Songs ab, weiß aber dennoch in das Gesamtbild von „To Lose My Life…“ zu passen. Gesanglich überzeugen kann in der Folge besonders „Nothing To Give“. Etwas den Bass und das Schlagzeug in den Hintergrund gerückt, wird schnell das gesangliche Potential Harry McVeighs deutlich. „The Price Of Love“ beendet „To Lose My Life…“ mit einem Song, der von der Stimmung und Bedrohlichkeit her genau das liefert, was man von einem Song, der den Preis der Liebe trägt, erwarten würde.

Wenn Dir „Day & Age“ der Killers zu langweilig, eintönig und uninspiriert war, Dich dennoch Art und Weise des Sounds anspricht, bist Du bei „To Lose My Life…“ genau richtig. Einzig die vereinzelt fehlende Abwechslung und der manchmal zu vordergründige Bass, machen diese Platte zu einer „guten“ anstatt „sehr guten“ Leistung der White Lies.

Anspieltipps:

  • Death
  • Unfinished Business
  • From The Stars
  • The Price Of Love

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