Fading Colours - Come - Cover
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Fading Colours Come


  • Label: Big Blue Records
  • Laufzeit: 83 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach langer Zeit gibt es mal wieder ein Lebenszeichen der polnischen Electro-Dark-Wave-Band Fading Colours. 1998 erschien mit „I’m Sacared Of...“ das bisher letzte Studioalbum, gefolgt von einem Sampler im Jahr 2002, der das Schaffen vor dem 1993er Debüt „Black Horse“ zusammenfasste („The Beginning 89-93“). Seitdem tobte sich das Trio, bestehend aus Sängerin DeCoy und den Knöpfchendrehern Leszek Rakowski und Daniel Kleczynski, mehr oder weniger in Soloprojekten aus.

Wenn jetzt das dritte Studioalbum namens „Come“ in die Verkaufsregale gestellt wird, darf man wohl von einem Comeback sprechen. Und dabei tragen die Polen ganz schön dick auf. Ein Doppelalbum mit 18 Songs und knapp 1½ Stunden Spielzeit ist es geworden, so als müsste alles raus, was sich in den vergangenen zehn Jahren aufgestaut hat. Dass die Band sich und ihren Hörern keinen Gefallen damit getan hat, fällt allerdings schon nach kurzer Hörzeit auf.

Ein unterkühlt klingender Mix aus Electro, Wave, Dance, Industrial, TripHop, Rock und Psychedelica wabert uninspiriert und gefühllos aus den Boxen. Die für das Genre so wichtige Düster-Atmosphäre wird dadurch nicht mal ansatzweise erzeugt, wozu auch die schwache Gesangsleistung von DeCoy beiträgt, die ihre belanglosen Texte kalt wie eine Hundeschnauze zum Besten gibt. Aber vielleicht gehört sich das auch so und wir verschmähen einen ganz neuen Trend. Auf jeden Fall zeigt sich daran, dass „Come“ nur für einen ausgewählten Fankreis tauglich ist. Und selbst dort ist zu bezweifeln, dass das Comeback von Fading Colours echte Begeisterung auslöst.

Anspieltipps:

  • SaLIEva
  • Fade away
  • Teutonic girl
  • My lips flourish with fire

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