The Streets - A Grand Don´t Come For Free - Cover
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The Streets A Grand Don´t Come For Free


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 51 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Oi, oi, oi, oi, der Geezer meldet sich zurück. Nach seinem fulminanten Debütkracher „A Grand Don’t Come For Free“, veröffentlicht Mike Skinner zwei Jahre später neues Material aus seinem Laptop. The Streets, der qualitativ ebenso die Meinungen spaltet wie Pete Doherty, hat sich scheinbar vom plötzlichen Erfolg nicht beeinflussen lassen. Frei nach dem Motto: „Schuster, bleib bei deinen Leisten!“ konzentriert sich Skinner auf „A Grand Don’t Come For Free“ erneut auf das, was er am besten kann. Das heißt in seinem Fall: Kompositionen unterschiedlichster Musikrichtungen auseinandernehmen und grob auf basslastige Beats schneiden. Für den besonderen Touch werden noch ein paar Strings mit eingearbeitet, Gastsänger sorgen für einen regelmäßigen Ablauf der Songs und schon ist er kreiert: der unvergleichliche Sound von The Streets.

Nicht nur allein die Texte über übermäßigen Drogenkonsum polarisieren, auch die Videos zu den jeweiligen Singles werden kritisch beäugt und teilweise sogar zensiert. Das textlich an den Song „Blinded By The Lights“ angepasste Musikvideo zeigt Skinners extremen Absturz an einem Abend, der durch starken Alkohol- und Drogenkonsum charakterisiert ist. Der Hauptakteur lässt sich deshalb so gehen, weil sein Date ihn für einen anderen Mann versetzt hat. Unglücklich erzählt Skinner später in „Dry Your Eyes“ wie er sich ein letztes Mal mit seiner Ex-Freundin traf und wie einsam er nun sei. Auf der einen Seite kann man also gar nicht anders, als großes Mitleid mit dem Mann mit den großen Kulleraugen zu haben.

Andererseits wirken die Songs „Get Out Of My House“ oder „Fit But You Know It“ aber auch unbefangen, jugendlich naiv, rebellisch und einfach ansteckend fröhlich, so dass die Emotionskurve auf „A Grand Don’t Come For Free“ insgesamt riesengroße Wellen schlägt. Aber so abwechslungsreich ist er wahrscheinlich wirklich, der „day in a life of a geezer“ (ein Ausspruch, den Skinner immer und immer wieder in seinen Songs verwendet). Auf „A Grand Don’t Come For Free“ knüpft Mike Skinner stilistisch nahtlos an „Original Pirate Material“ an und zeigt erneut, wie mitreißend wild abgemischte Beats mit unverkennbarem Sprechgesang sein können.

Anspieltipps:

  • Could Well Be In
  • Blinded By The Lights
  • Fit But You Know It
  • Dry Your Eyes

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