Rumpelstiltskin Grinder - Living For Death, Destroying The Rest - Cover
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Rumpelstiltskin Grinder Living For Death, Destroying The Rest


  • Label: Relapse Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Schon als Kind dürfte sich der Eindruck manifestiert haben, dass das Rumpelstilzchen ein eher unliebsamer Zeitgenosse ist. Bei Rumpelstiltskin Grinder aus Philadelphia wird das nicht nur bestätigt, sondern erhält seine Richtigkeit noch in musikalischer Form, denn was Shawn Riley (Gesang, Bass), Matt Moore (Gitarre), Ryan Moll (Gitarre) und Pat Battaglia (Schlagzeug) auf „Living for death, destroying the rest“ vom Stapel lassen hat mit feinfühligen, liebenswerten Wesen relativ wenig am Hut.

Viel lieber kredenzt der Vierer einen kaum still stehenden Mix aus schnellem Thrash und Punk, dem zwar hin und wieder ein Solo oder eine unerwartet heftige Breitseite entfährt, aber im Großen und Ganzen immer nachvollziehbar bleibt. Das geht sogar so weit, dass die gute Dreiviertelstunde schnell zu einer kurzweiligen Angelegenheit für Zwischendurch bzw. einer deftigen Abreibung auf Abruf degradiert wird statt viel auf verspieltes Songwriting oder ähnliche Finessen zu geben. Rumpelstiltskin Grinder treten einem eigentlich nur so dermaßen heftig in den Arsch, dass der Schuh (wahlweise links oder rechts) vom kleinen Männlein im Hintern stecken bleibt.

Live sicher eine Moshpit-Offenbarung, entzückt die Scheibe im Wohnzimmer also eher wegen ihrer Kompromisslosigkeit und der rauen sowie im Bassbereich durchschlagenden Abmischung. Für einen längeren Hörgenuss reicht es aber nicht, da die kurz aufblitzenden Thrashsolos, die meist mit 250 Sachen und technisch 1A gegen die Wand gefahren werden, im Vergleich zum restlichen Song den kurzen Adrenalinausstoß meist nicht wert sind, vor allem auch weil viele Ideen immer wieder an anderer Stelle aufgegriffen werden. Somit ist „Living for death, destroying the rest“ ein dreckiger Thrash-Beitrag für Punks, der trotz witziger Lyrics (das Coverartwork und die Titel der Songs sollten schon genug Aufschluss über die Ernsthaftigkeit der Truppe geben) keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Anspieltipps:

  • Traitor´s Blood
  • Brainwasher C. 1655
  • Nothing Defeats The Skull

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