The Blackout Argument - Remedies - Cover
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The Blackout Argument Remedies


  • Label: Lifeforce Records
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

The Blackout Argument aus München formierten sich 2005 aus ehemaligen Mitgliedern von Flyswatter und Paint The Town Red. Während die EPs „Munich Angst“ sowie „Munich Valor“ schon ihr Gespür für eine Mischung aus Hardcore, Punk und Metal zeigten und den Bekanntheitsgrad stiegen ließen, war der Supportslot für die letzte Boysetsfire-Tour in Europa und die Veröffentlichung des ersten Albums „Decisions“ via Lifeforce Records der endgültige Durchbruch. Zahlreiche Live-Auftritte, u.a. mit Parkway Drive und Comeback Kid, manifestieren einen Sound, wie er im Hardcore-Bereich zur Zeit oft zu finden ist, aber spätestens mit dem neuen Sänger Raphael Schmid eine spezielle Not bekommen hat, die sich durch unbezwingbare Melodien und kräftige Growls auszeichnet, welche The Blackout Argument hervorstechen lassen und nun auf dem Zweitwerk „Remedies“ für einen mittlerweile perfektionierten Sound sorgen, der einen so schnell nicht wieder loslässt.

Das unheilvolle Intro „Tempest“ und der eigentliche Opener „Broken Teeth“ sorgen für einen energetischen Start, der durch brachiale Parts (metallische Gitarren und Doublebass-Attacken des Schlagzeuges) und melodische Midtempo-Elemente, in denen sich der Gesang hymnisch zwischen den geschrieenen Parts erhebt, vollends die richtige Mischung findet. Spätestens bei „Dead But So Alive“ und „Vampire Searching For Some Light“ dürfte dann aber mehr als deutlich werden, dass The Blackout Argument aus der aktuellen Hardcore-Szene nicht mehr wegzudenken sind und international oben mitmischen.

Der inflationär gebrauchte Metal-Anteil bei vielen Hardcore-Bands ist bei den Jungs aus München angenehm reduziert. Stattdessen setzt man auf eine Mixtur, die so vieles enthält, von melodischem Punkrock über Oldschool-Hardcore (man nehme die Shoutings), Emo-/Postcore bis hin zu modernem Metal. Doch egal, welches Genre man für das Album auch bemüht, es bleibt eine wütende, wie auch zweifelnde Reise durch menschliche Abgründe, die so deutlich nach vorn geht, ohne im Geschwindigkeitsrausch das Songwriting zu vergessen. Verschnaufpausen gibt es nur selten, aber das benötigt ein Longplayer wie „Remedies“ auch nicht, sind doch die Songs zwischen geschickten Tempiwechseln, Riff-Attacken und ungemein dringlichen, melodischen Leadgitarren so ausgelegt, dass sie so schnell nichts an Spannung verlieren. Noch dazu ist der Gesang von Raphael Schmid mit seiner Bandbreite ein weiterer Pluspunkt, der ermutigen sollte, mit dieser Platte durch den Rest-Winter und Frühling zu kommen.

Anspieltipps:

  • Dead But So Alive (Wild Oat)
  • On The Top Of The Beat (Olive)
  • Vampire Searching For Some Light (Larch)
  • A Walkover To Endure Being (Chestnut Bud)

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