Noam Weinstein - Sixteen Skies - Cover
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Noam Weinstein Sixteen Skies


  • Label: Skycap Records
  • Laufzeit: 52 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

In seiner Heimat Amerika ist der Singer/Songwriter Noam Weinstein schon länger kein Unbekannter mehr, veröffentlichte er doch seit 2001 bereits zwei Eps sowie zwei Alben und kann mehrere Nominierungen/Auszeichnungen bei Songwriter-Wettbewerben vorweisen. Auf seiner Homepage gibt es regelmäßig kostenlose Downloads, was den Bekanntheitsgrad in den USA neben Radio-Airplay und einer Song-Platzierung in der Fernsehserie „Weeds“ noch gesteigert hat. Nun ist die USA aber auch ein außerordentlich gutes Terrain für Folk/Country-Künstler und mit seiner ersten internationalen Veröffentlichung „Sixteen Skies“ muss Noam Weinstein erst noch beweisen, was die Vorschusslorbeeren wirklich wert sind. Allzu viel sollte man von diesem Longplayer jedoch nicht erwarten, auch wenn es von der technischen Seite nichts zu bemängeln gibt.

Der Opener „Too Small“ kommt mit rhythmischen Strophen und einem hymnischen Refrain daher, der sofort ins Ohr geht und dieses so schnell nicht wieder verlässt. Akustikgitarren bahnen sich den Weg an eindringlichen Percussions und Akkordeon vorbei, während Noam sinnlich wie auch angriffslustig seine Stimme einsetzt. Wie gesagt, die technische Seite passt perfekt, die Arrangements sind vollmundig, aber nie überladen instrumentiert, und von Blues über Country bis hin zu Folk-Pop schauen altbekannte Genre-Verwandte vorbei, die nicht besser harmonieren könnten. Es mangelt vor allem an durchweg eindringlichen Songs, die ihre Spannung behalten und genügend Dramaturgie vermitteln, um auch nach mehrmaligem Hören noch zu faszinieren.

Man atmet direkt auf, wenn es bei „Above The Music“ zwischendurch mal rockiger wird und das Album auf diese Weise dem stets hintergründig durchscheinenden Trägheits-Grad für ein paar Minuten entwischt. Doch das reicht nicht, um über das Mittelmaß hinaus zu kommen, auch wenn hier absolut versiert dem singenden Songwriter-tum gefrönt wird, was ja an sich nichts schlechtes ist, nur wesentlich mehr Höhepunkte bereit halten sollte.

Anspieltipps:

  • Too Small
  • I Can Hurt People
  • Above The Music

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