Fortunate Fools - Fools Rule! - Cover
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Fortunate Fools Fools Rule!


  • Label: Hot Rock Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Manche Alben sind schwach, manche durchschnittlich, manche gut und manche sehr gut. Selten kommt es vor, dass man eine bunte Mischung aus allen diesen Bewertungsattributen auf den Tisch bekommt. Die Fortunate Fools liefern mit „Fools Rule!“ eine dieser Raritäten ab. Die vier Potsdamer Adrian Schenk (Vocals), André Bittmann (Guitars, Vocals), Philipp Kühl (Drums) und Roman Soike (Bass, Vocals) veröffentlichen nach einer Bilderbuch „Jugendband-Contest-Gewinner“ Vorgeschichte mit „Fools Rule!“ ihr erstes Album und mit „Couch Potatoes“ ihre erste Single samt Video. Ob sie wirkliche glückliche Deppen sind wird sich nach rund 50 Minuten zeigen.

„When you feel lonely“ macht den Auftakt der zerfahrenen Achterbahnfahrt. Mit schrecklich ödem Text und mangelnder instrumentaler Abwechslung fährt es sich so dahin, dem „Belanglos-Rock“ ein ganzes Stück näher. Auch der gleichnamige Track zum Album „Fools rule“ langweilt nur bedingt weniger. Nach zwei Songs ahnt man bereits böses, wird mit „I get hungry for more“ aber etwas beschwichtigt. Selbst sagen die vier Potsdamer über sich, dass sie musikalisch von älteren Zeiten inspiriert und beeinflusst sind. „I get hungry for more“ wirkt dafür als Paradebeispiel, könnte der Song doch auch ein schwächerer der Mighty Mighty Bosstones sein. Die erste Single „Couch Potatoes“ bestätigt den durchwachsenden und mühseligen Aufstieg.

Ausgerechnet „Just another kiss“ erfreut erstmals das Ohr, ist dieser Song doch der erste ruhigere. Cello, Akustikgitarre und besonders Adrian Schenks doch annehmbar gute Stimme überzeugen, wenn man mal vom schmalzigen Text absehen möchte. Nachdem „My deepest ocean“ in dieselbe Kerbe schlägt, bietet „Everything“ einen weiteren ordentlichen Höhepunkt auf „Fools Rule!“. Als eingängiger, wenn auch weiterhin relativ anspruchsloser Song, ertappt man sich beim Mitwippen. Immerhin! „Watch out!“ reißt im Anschluss aber wieder sperrangelweit das Tor zu Simple Plan und Co. auf. „It’s insane“ setzt in Sachen Nervfaktor sogar noch einen drauf. Soviel zur Achterbahnfahrt.

Mit „Your Vanity“ erreicht man den Höhepunkt von „Fools Rule!”. Endlich trauen sich die Potsdamer den breiten und bequemen Weg des Pop-Rock Gedudels zu verlassen, um abseits den weitaus interessanteren Weg des Unkonventionellen zu beschreiten. Ein heller Lichtblick zwischen Massenproduktionsprodukten "A", "B" und "C". Da auf einer Achterbahn nach dem Höhepunkt meist nicht mehr viel kommt, passen sich Fortunate Fools der Regel an und werden mit „Countless possibilities“, „What would I be without you“, „No one treats me right“ und „Icebreaker“ im Intervall immer uninteressanter. Schade, der Höhepunkt war eigentlich ganz gut.

Anspieltipps:

  • Just another Kiss
  • Everything
  • Your vanity

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