This Ending - Dead Harvest - Cover
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This Ending Dead Harvest


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Maschinelles Drumming, Industrial-Flair, eine unterkühlte Atmosphäre, unbarmherzige Growls und ein allgemein aggressives Auftreten bestimmten das Debüt der wieder zusammengefundenen A Canorous Quintet, die im zweiten Anlauf unter dem Banner This Ending in der Metal-Welt positive Akzente setzen wollten. Zwei Jahre nach „Inside the machine“ (12/2006) ist es nun soweit und mit „Dead harvest“ steht für Marten Hansen (Gesang), Leo Pignon (Gitarre), Linus Nirbrant (Gitarre), Jesper Löfgren (Bass) und Amon Amarth-Drummer Fredrik Andersson das sukzessive Werk und somit eine wichtige Bewährungsprobe in den Startlöchern. Können die Schweden die in Musik kanalisierte Wut des Vorgängers um neue Facetten erweitern oder liefern sie nur eine etwas abgewandelte Form dessen, was in einer Mischung aus Death, Black, Thrash und Industrial Metal damals das Ohr penetrieren durfte?

Die Antwort darauf ist schwierig, da „Dead harvest“ zwar mit denselben Zutaten hantiert, daraus aber einerseits ein wesentlich intensiveres Gebräu zu mixen versteht als es beim knallharten Vorgänger der Fall war und andererseits bleiben viele Songideen wieder auf halber Strecke stehen und entwickeln sich nicht weiter. Am auffälligsten ist aber primär das gedrosseltere Tempo und der Wegfall von rein physischer Brutalität in Form einer stur unablässigen Doublebassattacke wie z.B. bei „Plague angel“ oder „Pitch black“. Stattdessen versuchen sich This Ending an einem stimmungsvollen Unterbau, dem zwar gelegentlich eine gehörige Portion Härte entgegengeworfen wird, der aber nie aus dem Ruder läuft und in stets songdienliche Sphären verpackt wird.

Das führt dann zu einem grandiosen Track wie der Black/Death-Hymne „Army of the dying sun“ oder der Headbangattacke „Parasites“, schlägt im selben Moment aber in eine spannungsarme Nummer wie „Deathtrade“ oder „Machinery“ um, die in Form und Gebärden noch aus den Aufnahmesessions von „Inside the machine“ stammen könnten und es vor zwei Jahren nicht aufs Album geschafft haben, weil sie schlicht und ergreifend B-Seiten-Charakter besitzen. In weiterer Folge fällt abgesehen vom Anspruch auf einen eigenen, wiedererkennbaren Sound die Darbietung von Andersson dieses Mal stellenweise negativ auf und weniger Maschinengewehrsalven wären dem Album sicherlich dienlicher gewesen, da schon beim vorangegangenen Werk ein oftmaliger Hörgenuss dadurch stark eingeschränkt wurde, obwohl sie phasenweise als nackenbrechende Attacken ihren Zweck erfüllten. Nichtsdestotrotz hat „Dead harvest“ seine Vorzüge und einige stark in Szene gesetzte Momente, wodurch Fans des Vorgängers auf ihre Kosten kommen sollten. Für eine weitere Platte sollten This Ending aber ein paar grundlegend neue Ideen in petto haben.

Anspieltipps:

  • Parasites
  • Tools Of Demise
  • Army Of The Dying Sun

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