Incognito - More Tales Remixed - Cover
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Incognito More Tales Remixed


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 74 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

„More Tales Remixed“ lässt angesichts einer großen Anzahl an halbherzigen Remix-Versionen nur ungläubig den Kopf schütteln.

Die letzte Veröffentlichung aus dem Hause Jean-Paul „Bluey“ Maunick, der mit Incognito sein angesehenes Musikerkollektiv bereits seit Ende der 70er Jahre führt, dürfte ja einige Wellen geschlagen haben. Anders lässt es sich nicht erklären wieso nun ein Remix-Album (das mittlerweile vierte in der Geschichte der Truppe) von „Tales from the beach“ (05/2008) das Licht der Welt erblicken darf, denn trotz einiger Highlights rüttelte der Longplayer mit vielen schwachen Songs auch ganz gehörig am Denkmal, das sich Bluey mit seiner Truppe über die Jahre aufgebaut hat.

Dummerweise geht „More tales remixed“ da einen Schritt weiter und lässt angesichts einer großen Anzahl an halbherzigen Remix-Versionen nur ungläubig den Kopf schütteln, wie der mittlerweile 50jährige Jean-Paul diese 08/15-Houseverschnitte, bei denen nicht mehr als ein prägnanter Bass und gelegentliches Sampling den Unterschied zum Original ausmachen, unter dem Namen Incognito veröffentlichen kann. Einfallslos, unspektakulär und träge präsentiert sich der Longplayer fast über die gesamte Laufzeit, bis einem die schauderhafte Erkenntnis kommt, dass vorliegende CD wohl statt einer Best-Of-Zusammenstellung Incognitos Beitrag zum Weihnachtsgeschäft darstellen soll.

Wenn so der Respekt von Bluey vor seinem eigenen Material aussieht, dann dürfen wir gespannt sein, was in Zukunft auf uns zukommt. Natürlich: Wäre „More tales remixed“ als eigenständiges House-Album mit all seinen Soul- und Jazz-Facetten unter dem Namen eines DJs erschienen, die Verwunderung über den großen Aufwand mit den verschiedenen Sängerinnen und die natürliche Instrumentierung wäre groß gewesen, selbst wenn die Scheibe selbst aus diesem Gesichtspunkt betrachtet nicht über den Durchschnitt hinausgekommen wäre. Kennt man allerdings das Ausgangsmaterial, welches vor einem halben Jahr erschienen ist, so macht sich schnell Enttäuschung breit, denn mehr als langatmige Clubmusik für jeden x-beliebigen Loungeclub ist dabei nicht herausgekommen. Fazit: Tu uns so etwas bitte nicht noch einmal an, Bluey!

Anspieltipps:

  • Freedom To Love (Simon Grey Mix)
  • Happy People (Christian Prommer Remix)

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