Starsailor - All The Plans - Cover
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Starsailor All The Plans


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die melancholischen Balladen sind heuer eindeutig in der Überzahl.

Vier lange Jahre sind schon wieder vergangen, seitdem die britische Band Starsailor ihr letztes Album „On the Outside“ veröffentlicht haben. Die Kritiken aber auch die Verkaufszahlen waren leider nicht so berauschend, denn das war zu viel Rockeinerlei für die meisten Hörer. Die musikalische Stärke von Sänger James Walsh, Schlagzeuger Ben Byrne, Bassist James Steelfox und Keyboarder Barry Westhead ist diese besondere Mischung aus BritPop und Singer/Songwritermusik á la Jeff Buckley.

Das nun vorliegende vierte Werk knüpft wieder an den Erstling „Love is here“ an: Das sehr erfolgreiche Debüt strotzte ja nur so von hervorragenden Melodien und der fesselnden Stimme von Walsh. Mit viel Melancholie und einer „emotionalen Achterbahnfahrt-Stimme“ punktet die Band, die wieder mit Steve Osborne (New Order, Suede, KT Tunstall) als Produzent zusammenarbeitete. Alle Songs sind in Teamarbeit komponiert wurden und der Opener „Tell Me It's Not Over“ begeistert mit „U2“-Bombaststadionrock und einem Song, der sich hervorragend als erste Single eignet. Nach diesem Hörgenuss wartet man gespannt auf die restlichen zehn Tracks.

Auch das dann dagegen sehr sanfte „Boy in waiting“ und das schwungvolle und urbritische „The Thames“ halten das musikalische Niveau hoch. Sicherlich merkt man vor allem bei „Boy in waiting“ wie sehr James Walsh den Song stimmlich dominiert und sogar die Tatsache vergessen macht, dass musikalisch da nicht so viel aufregendes passiert. Es zieht sich wie ein roter Faden durch das Album, dass auf jeden Fall die melancholischen Balladen eindeutig in der Überzahl sind und wenn auch bei einigen Songs wie „Safe home“ so gar keine musikalische Action zu hören ist, steht und fällt Starsailor mit seinem Leadsänger James Walsh.

Walzen Starsailor gute Melodien zu sehr aus oder sind zu viele „Uhu“-Backgroundchöre zu hören? All das scheint unwichtig, wenn man es einfach nicht schafft weiter zu skippen. Die Qualität der Songs ist dafür schlicht zu gut. Es ist Starsailor sicher gelungen an frühere Zeiten anzuknüpfen, vielleicht auch dank ihres „alten“ Produzenten Osborne, also können Fans von Coldplay, Keane und Travis den sanften BritPop von Starsailor mit dem Schuss „Songwritertum“ wieder unbesorgt genießen.

Anspieltipps:

  • Tell Me It's Not Over
  • The Thames
  • All The Plans

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