Ryan Leslie - Ryan Leslie - Cover
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Ryan Leslie Ryan Leslie


  • Label: Motown/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 48 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Er ist Absolvent der berühmten Harvard University und war stiller Studio-Strippenzieher, Songwriter und Produzent im Imperium von Sean „P. Diddy“ Combs, mit dem er u.a. Songs für Cassie, Beyoncé, New Edition, Britney Spears und Danity Kane geschrieben hat. Darüber hinaus betreibt er mit „RyanLeslieTV“ seinen eigenen YouTube-Channel und ist Geschäftsführer der NextSelection Lifestyle Group. Über zuviel Freizeit dürfte sich der 30-Jährige, um den es hier geht, also nicht beklagen. Trotzdem hat die Zeit gereicht, um sein erstes Soloalbum fertig zu stellen, an dem er seit 2007 herumwerkelt.

Nachdem die verschiedenen Singles, die Ryan Leslie seit 2007 auf den Markt gebracht hat, keine Bäume ausgerissen haben, darf man jetzt gespannt sein, was er mit seinem selbstbetitelten Debütalbum reißen kann. Denn zum einen hat der 30-Jährige darauf fast alles im Alleingang gemacht und zum anderen bis auf Cassie und Fabolous keine Zugkräftigen Gäste verpflichtet, mit denen man in der Öffentlichkeit Aufsehen erregt. Somit muss die Musik des Harvard-Absolventen ganz für sich alleine stehen, was nach eingehender Beschäftigung mit dem Dutzend Songs auf „Ryan Leslie“ nicht so einfach werden dürfte.

Vorweg muss gesagt werden, dass das Talent von Mr. Leslie natürlich unverkennbar ist, interessante Samples mit selbstgebauten Beats zu autarken Songs aus der modernen R&B-Küche zusammen zu zimmern („Addiction“). In den besten Momenten klingen die Ergebnisse dann auch wie von den erfolgreichen Kollegen Akon („Gibberish“) und P. Diddy („Diamond girl“). Doch in dieser Liga ist die Luft dünn und mit zunehmender Spieldauer kommt der gute tatsächlich Leslie ein bisschen ins Japsen, was sich in austauschbaren Songs ohne Wiedererkennungswert äußert. Dann hoppeln die Beats müde vor sich hin, wird ein wenig bei Idol Stevie Wonder abgekupfert oder auf Justin Timberlake für Arme gemacht. Schade drum. Am Ende ist „Ryan Leslie“ nämlich einfach zu durchschnittlich. Und das, nun ja, braucht man nun wirklich nicht.

Anspieltipps:

  • Addiction
  • Gibberish
  • Diamond girl

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