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Godhead At The Edge Of The World


  • Label: Driven/SOULFOOD
  • Laufzeit: 79 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Industrial Gothic Metal Band Godhead aus Washington, D.C. turnt nun schon seit Mitte der 90er Jahre in der Szene herum. Kurzzeitigen Ruhm konnte die Formation ernten, als sie als erste Band für Marilyn Mansons Label Posthuman Records unter Vertrag genommen wurde. Bis dahin hatten Godhead bereits vier Independent-Releases zu verzeichnen, denen bis dato vier weitere Veröffentlichungen folgten. Mit „At The Edge Of The World“ sind wird demnach bei Album Nummer neun für Quartett angelangt. Eine stolze Anzahl, wenn man bedenkt, dass der große Erfolg trotz 200.00 verkaufter Einheiten mehr oder weniger ausgeblieben ist.

Jetzt versuchen es Jason C. Miller (Gesang, Gitarre), Michael Miller (Gitarre), Ullrich Hepperlin (Bass) und Ty Smith (Drums) mit einem pickepacke vollen Konzeptalbum, das alte Industrial- und Nu-Rock-Anleihen fast komplett ausspart und dafür eine Art progressiven Alternative Rock anstimmt. Das klingt dann streckenweise wie eine Light-Version von Queensryche mit einem Schuss Gothic, was ja durchaus spaßig sein kann. Hauptsache, es geht dabei düster zur Sache! Aber warum nur? Die Vier haben doch richtig „schöne“ Melodien in petto („Hero“, „The puppet“, „Become the sky“), bei denen die Moll-Töne beruhigt in den Hintergrund treten dürfen.

Leider ist das Sammelsurium überdurchschnittlicher Songs auf „At The Edge Of The World“ nicht ausreichend, um das Album über eine so lange Spielzeit zu tragen. Klar, die 13 Stücke lassen sich prima durchhören, gerne auch nebenbei bei der Hausarbeit. Der eigentliche Sinn von Rockmusik ist das aber nicht. Und als eigentlich schon alles vorbei zu sein scheint, hauen Godhead auch noch fünf durch den Remix-Wolf gedrehte Albumtracks raus, die wie eine schreckliche 80er-Jahre-Maxi-Single klingen. Fehlt nur noch, dass die Spaßvögel von Scooter um die Ecke kommen, um bei dem lustigen Bum Bum Bum mitzumachen. So ist „At The Edge Of The World“ nur ein weiteres solides Album aus dem Hause Godhead, das durch einen unnötigen Remix-Wurmfortsatz auch noch Abzüge in der B-Note zu beklagen hat.

Anspieltipps:

  • Hero
  • The puppet
  • Consumption
  • Edge of the world
  • The origin of suffering

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