B-Real - Smoke N Mirrors - Cover
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B-Real Smoke N Mirrors


  • Label: Duck Down/Groove Attack
  • Laufzeit: 60 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach drei Solo-Mixtapes war es Zeit für B-Real 2009 endlich auch sein erstes Solo-Album auf den Markt zu werfen. Das Mitglied der legendären Crew Cypress Hill mit der nasalen Stimme und dem abgehackten Flow hat sich viel Zeit genommen für diesen Longplayer. Nachdem es um Cypress Hill in den letzten Jahren ruhiger geworden ist, kommt dieses Projekt für die Fans also gerade recht. B-Real verspricht im Voraus eine andere Seite von sich zeigen zu wollen. Auch die ein oder andere eigene Produktion kündigt er an.

Neben Cypress Hill-Kollege Sen Dog sind weitere illustre Gäste ins Studio gekommen. Als einer der ersten nimmt Damian Marley, jüngster Nachkömmling von Bob, das Mikrofon in die Hand. Neben dem atmosphärischen Westcoast-Soundteppich versucht man für die Single „Fire“ noch ein wenig Reggae-Sommer-Feeling für den Hörer einzufangen. Während Damian Marley sein bestes gibt dieses Ziel zu erreichen, zieht den Song vor allem die recht flache Produktion von B-Real den Song in den Keller.

Was im Ansatz nach einem zeitlosen Westcoast-Album klingen soll, wirkt leider oftmals wie ein Blindgänger aus den neunziger Jahren. Es hat alle Voraussetzungen, die man braucht, zündet aber nicht. Ein wenig aus der Reihe tanzt da „Dr. Hyphenstein“ mit Snoop Dogg, Trace Midas und dem auf diesem Album omnipräsenten Young De, den man allerdings schnell wieder vergisst. Dabei fällt einem neben den harmonischen Verses von B-Real und Snoop Dogg, vor allem der sich mit Westcoast-Elementen vermischende Mims-Sound auf, der die Frage aufwirft ob B-Real sich damals wohl auch „This Is Why I’m Hot“ als Klingelton geholt hat. Andere Songs wie „6 Minutes“ oder „Gangsta Music“ sind zwar hörbar, wirken aber völlig überflüssig und wenig kreativ oder gar innovativ.

So ist „Smoke N Mirrors“ ein durchaus solides, aber lange kein überragendes Album. Das liegt vor allem daran, dass dem Album jegliche Tiefe fehlt. Auch große Namen wie Snoop Dogg, Xzibit oder Damian Marley können diesen Eindruck nicht kaschieren. Ohne Zweifel zählen diese Gäste jedoch noch zu den Höhepunkten.

Anspieltipps:

  • Don’t Ya Dare Laugh
  • Dr. Hyphenstein
  • Stack N Paper

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