Sasha - Good News On A Bad Day - Cover
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Sasha Good News On A Bad Day


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine gute Laune-Sommer-CD, der es keinesfalls an melancholischen Momenten mangelt.

Drei Jahre nach seinem letzten Studioalbum „Open Water“ gibt Popsänger Sasha wieder ein musikalisches Lebenszeichen in Form von zwölf brandneuen Songs von sich. Die Hamburger Songwritercrew um Robin Grubert, Oli Rüger, Ali Zuckowski, Peter Kvint und eben Sasha hat sich wieder zusammengefunden, wobei auch noch Edo Zanki kurz mitmischte. Das letzte Album versuchte ja schon eine wenig im handgemachten Gitarrenpop zu schwelgen ohne dabei die Popperlen Marke Sasha zu vernachlässigen. Das wird hier fortgesetzt, nur gibt es auch leisere Töne zu hören und leider nicht mehr so viel Gitarrenschwung wie beim Vorgänger.

Die erste Single „Please Please Please“ besitzt deutliche Ohrwurmqualitäten und gefällt sofort. Das sehr zurückhaltende Titelstück lebt nur von Sashas Stimme, begeistert aber nicht wirklich. Eine von den vielen Balladen ist „Why Did You Call“, welche mit feiner Melodie und ebensolchem Gesang zu den überdurchschnittlichen Tracks gehört. Negative Punkte sind die wieder recht simplen Texte, die nicht viel aussagen und die teilweise musikalisch zu glattpolierten Songs. Sasha hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er wohl nicht den Anspruch hat, tiefschürfende Tracks der gehobenen Songrwriterschule zu komponieren, aber ab und zu fehlt es an der nötigen Ecken und Kanten und vielleicht auch an der Ernsthaftigkeit des Entertainers, der ja auch im Fernsehen als launiger Moderator oder als Komödien-Schauspieler positiv auffiel.

Eine gute Laune-Sommer-CD haben wir also vor uns, der es aber keinesfalls an melancholischen Momenten mangelt, die vorrangig die Balladen verströmen. Einige Hördurchgänge sollte man Sasha schon gönnen, dann zeigen die oft simplen aber guten Melodien ihre positive Wirkung und auch die spielfreudige Band punktet mit guter Technik und harmonischem Backgroundgesang.

„Open Water“ war der Schritt in die richtige Richtung und auch bei diesem Werk merkt man Sasha das Bemühen an, ein wenig die flotten 50er-Jahre-Elemente á la „Dick Brave“ und Pop-Perlen der alten Radioschule zu vereinen. Es bleibt eine solide Sache, doch leider erreicht das Album qualitativ die 2006er-Scheibe nicht.

Anspieltipps:

  • Please Please Please
  • Why Did You Call
  • Life Designer

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