Papa Roach - Metamorphosis - Cover
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Papa Roach Metamorphosis


  • Label: Geffen/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Nachdem die Kalifornier am Anfang ihrer Karriere zur Speerspitze der Nu-Rock-Welle zählten, sind sie mit ihrem aktuellen Longplayer inzwischen im Hard- und Sleazerock angekommen.

Die Jungs von Papa Roach melden sich leicht verspätet mit ihrem fünften Majorlabel-Album „Metamorphosis“ zurück, das eigentlich für Spätsommer 2008 terminiert war, aber dann um ein halbes Jahr verschoben wurde. Das Werk wurde wiederum von Jay Baumgardner (Ill Niño, P.O.D., System Of A Down, Seether) produziert, der schon Papa Roach’ millionenfach verkauftes Majordebüt „Infest“ (04/2000) betreute, wobei zwei der eingängigsten Stücke auf „Metamorphosis“, „Lifeline“ und „Carry me“, zusätzlich unter der Aufsicht von Hit-Produzent Marti Frederiksen (P!nk, Aerosmith, Eminem, Def Leppard) standen.

Nachdem die Kalifornier am Anfang ihrer Karriere zur Speerspitze der Nu-Rock-Welle zählten, sind sie mit ihrem aktuellen Longplayer inzwischen im Hard- und Sleazerock angekommen. Allerdings schaffen es Papa Roach, diese Einflüsse aus den (vornehmlich) 80er Jahren modern und druckvoll klingen zu lassen und nicht wie notgedrungen bei anderen abgekupferte Ersatzideen für fehlende eigene Kreativität. Natürlich soll das Ganze in erster Linie Spaß machen und Rock-Clubs zum Hüpfen bringen, also komme den vier US-Amerikanern keiner mit mangelnden Innovationen und ähnlich gelagerten Ansprüchen.

Schon das Opening-Duo „Dogs of war/Change or die“ fegt los wie ein Tornado, der genau die richtige Mischung aus Härte, Dynamik und Mosh-Parts trifft. Eine bitterböse Abrechnung mit den Britneys und Paris Hiltons dieser Welt wird dem Hörer in Songs wie „Hollywood whore“ und „I almost told you that I love you“ präsentiert. Die Wut von Sänger Jacoby Shaddix sprüht dabei förmlich aus jeder Zeile, während die schon erwähnten Tracks „Lifeline“ und „Carry me“ zum gepflegten Mitgrölen einladen. Die Stücke haben zwar (noch nicht wieder) das Niveau der „Infest“-Kracher „Last resort“ und „Broken home“, machen aber uneingeschränkt Spaß.

„Metamorphosis“ ist eine rundum kurzweilige Angelegenheit geworden, mit der sich der Festival-Sommer 2009 gebührend einläuten lässt. Der Hörer bekommt ein Dutzend mainstreamtaugliche Rocksongs auf die Ohren, die Sommer, Sonne, Bier und Zeltlager-Atmosphäre atmen. Deshalb: Wer seine Ansprüche nicht höher schraubt, wird mit der neuen Papa-Roach-Scheibe perfekt bedient.

Anspieltipps:

  • Lifeline
  • Carry me
  • Had enough
  • Change or die
  • State of emergency

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