The Scrags - The Scrags - Cover
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The Scrags The Scrags


  • Label: Alleycat Records
  • Laufzeit: 32 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ultra-punkigen Garagenrock der räudigsten Sorte präsentiert das Quartett The Scrags aus Schweden auf seinem selbstbetitelten Debütalbum, das mit etwas mehr als dreimonatiger Verspätung nun auch in Deutschland erscheint. Das Dutzend, live im Studio aufgenommener Songs spiegelt mit voller Intensität die Erfahrungen von fünf Jahren auf Tournee (und das ohne Plattenvertrag!) wider und parkt die junge Band stilistisch irgendwo im New York Ende der 60er Jahre.

Diese offensichtlichen Einflüsse führen mitunter dazu, dass The Scrags zwischendurch Erinnerungen an Bands wie The Stooges wecken, wobei die Schweden noch nicht das Songmaterial auf der Pfanne haben, um ein komplettes Album auf einem Level der ganz Großen abzuliefern. Doch die Ansätze sind vorhanden, etwa im mitreißenden High-Speed-Opener „Psycho cyclone“, in dem Sänger Antonio Fryk wie Oasis-Großmaul Liam Gallagher blökt und nölt, während Janis Lehtinens E-Gitarre quengelt und zerrt wie in den besten Zeiten der Hives.

Nicht minder cool ist der Midtempo-Groover „Death of a rock’n’roll band“, der das alte Problem aufgreift, dass Frauen, die sich in Rockbands einmischen, schnell zu deren Ende führen können (File under: „Yoko-Ono/Courtney-Love-Syndrom“). Und ebenfalls erwähnt werden muss das herrlich rotzige „Mad passion” sowie die anscheinend nicht ganz nüchtern eingesungene Rumpel-Ballade „One night“, die durch den schrägen Gesang á la Shane MacGowan (The Pogues) echten Kultstatus erreicht. Damit haben die vier Schweden locker fünf bis sechs überdurchschnittliche Songs zusammen, auf die sich aufbauen lässt.

Anspieltipps:

  • One night
  • Mad passion
  • Psycho cyclone
  • Danger closing in
  • Death of a rock’n’roll band

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  • 2017    
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