Thorn.Eleven - Circles - Cover
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Thorn.Eleven Circles


  • Label: Muscon Records
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

1998 gegründet, zwischenzeitlich bei einem großen Label unter Vertrag (Steamhammer/SPV) und mittlerweile mit eigener Internet-Plattenfirma am Start (V.U.P. Records), hat die Heidelberger Kapelle Thorn.Eleven bereits die typischen Hochs und Tiefs einer Musikerkarriere miterleben müssen. Es ist eben nicht immer toll, einen großen Vertrieb hinter sich zu haben. Zum Beispiel dann nicht, wenn sich die Verantwortlichen nicht um einen kümmern. So geschehen bei Thorn.Eleven. Doch das ist Schnee von gestern. Mit der dritten offiziellen Studio-CD „Circles“ buhlt das Quartett nun erneut um die Gunst der Rockfans. Das Werk wurde im Herbst des vergangenen Jahres zunächst nur als reiner Download auf den Markt gebracht und ist jetzt via Muscon Records im regulären Handel erhältlich.

Satte fünf Jahre sind nach dem letzten Album „A Different View“ vergangen. Eine lange Zeit, in der eine junge Rockband leicht in Vergessenheit geraten kann, zumal ihr Sound auch nicht gerade zu den modernsten bzw. angesagtesten zählt. Bei den Herren von Thorn.Eleven regiert nämlich (immer noch) Alternative Rock mit dezenten Einschüben aus Nu-Metal, Hardrock und Neo-Grunge. Klassisches End-90er-Jahre-Material möchte man meinen – und am Ende Recht bekommen. Aber warum auch nicht? Schließlich verstehen die Süddeutschen ihr Handwerk als Musiker und Songwriter und liefern folgerichtig ein homogenes Paket aus zwölf Songs ab, die in ihren Grundstrukturen vielleicht etwas altmodisch klingen, aber stets gut rocken.

Im Vergleich zu den Vorgängern im SPV-Vertrieb haben Thorn.Eleven wieder an Härte hinzugewonnen. Gründe dafür sind sicher der Frust über den Ex-Vertragspartner sowie die Verstärkung an den Drums, die durch den Disbelief-Kollegen Kai Bergen, eigentlich im Death Metal zuhause, erfolgt ist. Entsprechend wuchtig, mit treibenden Beats geht das Quartett zu Werke. Dazu kommen die genretypischen Breaks und ein eingängiges Riffing, mit dem man sich hinter internationaler Konkurrenz nicht verstecken muss. Die kann das nämlich auch nicht besser, hat höchstens eine druckvollere Major-Produktion zu bieten. Dass es auch ohne geht, zeigt „Circles“ als grundsolides Album von der ersten bis zur letzten Minute.

Anspieltipps:

  • Circles
  • Misery
  • Summer
  • Do you miss me

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