The Answer - Everyday Demons - Cover
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The Answer Everyday Demons


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Zu viel Einerlei, statt ganz großer Würfe.

„Hypen“ kann so einfach sein. Die Rezensionen über das Debütalbum der Nordirischen Hardrockband „The Answer“ lesen sich wie ein Schmuckwerk an Empfehlungsschreiben. Glaubt man den Lobeshymnen sind Cormac Neeson (Gesang), Paul Mahon (Gitarre), Micky Waters (Bass) und James Heatley (Schlagzeug) die Antwort auf alle großen Probleme im Etablissement des Rocks. Erdiger, bluesiger Sound, der das Trommelfell auf melodische Art wegplatzen lässt, heißt die Himmelsbotschaft, die nebenbei Querverweise auf alle Rockgrößen unserer Zeit zu bieten haben soll, ohne dabei auch nur im Geringsten zu kopieren. Geht das denn überhaupt?

„Demon Eyes” knallt richtig schön aus den Boxen und erinnert stark an Eagles Of Death Metal. Das ist zwar gleich vorneweg keine Beleidigung, aber auch noch kein Messiaszeugnis. Noch weniger möchte man von einem historischen Output reden, wenn der nächste Titel schlichtweg so weitermacht, wie der Opener begann. Das ist toller Rock, keine Frage, aber wo bitte geht es denn hier zur Unsterblichkeit? Diese Songs sind doch auf einem Niveau, wie sie die Eagles und Tenacious D schon länger erreicht haben und diese beiden Bands sind richtig gut, aber bestimmt nichts, was man einmal Legende nennen wird (Kult dagegen bestimmt!).

Nachdem drei Songs derselben Richtung erstmal genug sind, wird das Tempo ausgebremst und es kommen Mid-Tempo-Songs und Beinaheballaden zum Zug. Auch das will aber noch nicht sofort nach Klassiker klingen. „Why’d You Changed Your Mind“ muss man allerdings ein überdurchschnittlich hohes Level attestieren. Danach setzen wir uns aber auch schon in die Zeitmaschine und der Hardrock ist wieder endgültig da, wo er herkommt. Durch die Bank weg hören sich Tracks wie „Pride“, „Tonight“ und „Walkin’ Mat“ an, als hätten sie ihre drei Dekaden schon auf dem Rücken.

Zum Abschluss gibt es dann noch mal ein Potpourri des Dargebotenen, wo der ein oder andere vielleicht doch noch einen persönlichen Favoriten findet. Am Ende brettert „Evil Man“ zumindest noch mal gewaltig und will die Gunst des Hörers für sich gewinnen. Tut es auch, keine Frage. Nur für das ganze Album entsteht nicht dieser starke Eindruck. Da ist zu viel Einerlei, statt den ganz großen Würfen.

Anspieltipps:

  • Demon Eyes
  • Why’d You Changed Your Mind
  • Evil Man

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