Mastodon - Crack The Skye - Cover
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Mastodon Crack The Skye


  • Label: Reprise/WEA
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Mastodon verstricken sich mit „Crack The Skye“ in ihrer verrückten Welt einen Schritt mehr. Erfreulich angesichts der Größe, die die Jungs erreicht haben.

Tool-Support, Slayer-Support, jetzt Sommertour mit Metallica; der Weg geht steil nach oben für die zurzeit vielleicht größte Prog-Metal-Hoffnung. Entsprechend schraubten sich die Erwartungen hoch für den zweiten Mainstream-Release, lockte die seltsam metallische Gratwanderung zuletzt selbst fachfremde Kollaborateure wie The Mars Voltas Cedric Bixler-Zavala oder QOTSAs Josh Homme an.

Das Echo wird gespalten sein mit „Crack The Skye“, dem es bretthart liebenden Headbanger den nächsten Schritt zu Prog-haft erscheinen, den Experimentisten gar als Stagnation auf hohem Niveau vorkommen. Ihren unbeirrbaren Weg geht das Quartett aus Atlanta ohnehin. Die befremdlich anmutende Spinnerei in der Geschichtenvermittlung ist dafür der steteste Beleg. Auch hier können wieder nur Prog-Metaller ernsthaft ohne schmunzeln zuhören, wenn von esoterischen Erfahrungen im zaristischen Russland, interstellaren Reisen und Wurmlocherfahrungen gesungen und geschrieen wird.

Man kann über die kaleidoskopartige Rauschfahrt dieser harten, experimentierfreudigen Musik Themenabende füllen oder verknappt die Quintessenz zu filtern versuchen. „Crack The Skye“ hat zwei Haupttitel, „The Czar“ und „The Last Baron“, innerhalb beider spielen sich vereinzelt tolle Szenen ab, welche die Lorbeeren mit Leichtigkeit bestätigend abernten, doch kennt das Album auch zu gekünstelt wirkende sphärische Längen, die somit zu Leerstellen werden. Das Eingangsbanjo bei „Divinations“ schürt falsche Hoffnung auf weiter reichende Genrespaltung, „Quintessence“ ist Medizin des Mastodon-Jünger, „Crack The Skye“ ausgefeilte, beeindruckende Schlagwerkarbeit.

Mastodon verstricken sich mit „Crack The Skye“ in ihrer verrückten Welt einen Schritt mehr. Erfreulich angesichts der Größe, die die Jungs erreicht haben. Ob Metallica einen „Nachfolger“ brauchen oder nicht sei dahin gestellt, will/muss man Kandidaten für diesen ewigen Recall finden, darf Mastodon immer noch vorbehaltlos in die Debatte geworfen werden, auch wenn „Crack The Skye“ wenig Massentauglichkeit suggeriert, hat „Master Of Puppets“ ja seinerzeit auch nicht.

Anspieltipps:

  • The Czars (Usurper/Escape/Martyr/Spiral)
  • The Last Baron
  • Crack The Skye

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