Sophia - There Are No Goodbyes - Cover
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Sophia There Are No Goodbyes


  • Label: City Slang/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 44 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Proper-Sheppard sagt über dieses Album, es sei traurig und wahrscheinlich das düsterste, das er je in seiner Karriere geschrieben hat.

Zerrissenheit, Mut und Hoffnung. Dass waren und sind auch noch immer die greifenden musikalischen Leitthesen in den Werken von „Sophia“. Auch das fünfte Album des Wahl-Londoners Robin Proper-Sheppard wird von einem schwerblütigen Pop-Sound dominiert, der jedoch selten so befreit und stimmig ertönte wie auf „There Are No Goodbyes“.

Der ehemalige „God Machine“ und jetzige „The Mayqueens“-Sänger überrascht auf der neusten „Sophia“-Produktion, im Vergleich zu denen meist dunkel-melancholisch angehauchten Vorgängern mit emotionaler Klarheit und beschwingtem Wehmut. Bereits die ersten Takte des Titeltrack öffnen das akustische Tor, zu den folgenden zehn, zwar relativ einfach geformten, aber dennoch eindrucksvoll daher klingenden Songs. Bemerkenswert fräst sich die mit Glockenspiel und orchestralem Pomp vollgepackte, hymnenhafte Refrain-Line eines „There Are No Goodbyes“ ins Trommelfell und auch die Gitarren flankierte Melodie des eingängigen „Strom Clouds“ ist schwerlich wieder abzuschütteln. Absolut zielsicher treffen die „Sophia“-Arrangements den Lausch-Nerv des Hörers und kreieren dabei ein lebendiges Gesamtwerk, das bei jedem weiteren Hördurchlauf zu neuen audialen Erkenntnissen führt.

Ob die etwas rockigere Grundstimmung eines „A Last Dance (To Sad Eyes)“, welche so schon auf „Technology Won’t Save Us“ hervorragend funktioniert hat, dem fast schon sommer-leichten Akkord-Fluss auf dem (Achtung Wortspiel!) offensichtlich grandiosen „Obvious“ oder dem schlicht begnadeten „Something“. Gänzlich auf seine düster-betrübten Momente, kann Proper-Sheppard dann aber nicht verzichten. Für das zerbrechlich-emotionale, in Akustikgitarre und Streicher getränkte „Heartache“ könnte man sich keinen besseren Titel vorstellen, das diskret instrumentierte „Dreaming“ zupft und streicht sich in gerade mal zwei Minuten Spielzeit massiv unter die Haut und auch das etwas sperrige, leidvolle „Leaving“ bedient die eher düsteren Seelenfacetten seiner Audienz.

Proper-Sheppard sagt über dieses Album, es sei traurig und wahrscheinlich das düsterste, das er je in seiner Karriere geschrieben hat. Hinsichtlich seiner von Schwermut, Trennungs- und Beziehungsschmerz geschwängerten Geschichten trifft diese Aussage mit Sicherheit ins Schwarze. Jedoch strahlte die musikalische Seite von „Sophia“ selten so belebt und ungetrübt wie auf „There Are No Goodbyes“. Aber überzeugt euch selbst!

Anspieltipps:

  • There Are No Goodbyes
  • Storm Clouds
  • Obvious
  • Something
  • Heartache

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