The All-American Rejects - When The World Comes Down - Cover
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The All-American Rejects When The World Comes Down


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 66 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Es ist schon erstaunlich wie viele sogenannte Alternative Rockbands sich in letzter Zeit so unverhohlen der Popmusik öffnen und damit die Charts stürmen.

Es ist schon erstaunlich wie viele sogenannte Alternative Rockbands sich in letzter Zeit so unverhohlen der Popmusik öffnen und damit die Charts stürmen. Das dritte Album der amerikanischen Band All-American Rejects entstand unter der Regie von Produzent Eric Valentine (Good Charlotte) und ist eine Mischung aus Powerpop und Rockmusik aus der Baukasten-Gitarrenriff-Schule. Die elf Tracks dachten sich die Mannen um Leadsänger Tyson Ritter immerhin selbst aus und lassen immerhin nicht andere Songwriter arbeiten.

Dabei fallen zunächst zwei Tracks mit starkem Ohrwurmverdacht auf: „Gives you hell“ machte sie auch in Europa bekannt und geht sofort ins Ohr. Auch „Breakin“ verschreibt sich der guten Refrain-Hookline, die garniert mit einem Hitparaden-Riff dauerhaft wirkt. Das Duett, „Another Heart Calls“ mit The Pierces stellt sich in die Kategorie Power-Ballade mit anfänglich sanften Klängen, die kombiniert mit rockigeren Tönen, die später einsetzen, durchaus beim Hörer Gefallen finden. Bei diesem Song zeigen die Schwestern Allison und Catherine Pierces ganz deutlich, dass ihre Stimmen durch eine gewisse Unverwechselbarkeit und Bandbreite aufwarten, was die Stimme von Frontmann Ritter nur sehr bedingt leistet. Es klingt alles so gefällig und im vorhersehbaren Laut-Leise-Rhythmus, doch man wird das Gefühl nicht los, dass irgendwo schon einmal zu oft gehört zu haben. Man muss natürlich auch erst einmal so einen Eingängigkeitsfaktor in die Tracks bekommen und das gelingt der Band aus Oklahoma recht oft. Bis auf die erwähnten Songs sticht musikalisch dann nichts mehr sonderlich hervor, es bleibt gerade noch die Durchschnittskategorie für die Bewertung, obwohl die guten Tracks auch wirklich überdurchschnittlich klingen.

Wenn sich The All-American Rejects also zukünftig zu neuen musikalischen Taten aufmachen, sollten sie unbedingt versuchen, ihren eigenen Stil zu suchen und nicht Altbekanntes nach dem Motto „Rock meets Pop und möchte unbedingt ins Radio“ zu wiederholen. Die belanglosen Teenie-Pop-Texte bedürfen auch unbedingt einer Überarbeitung, damit The All-American Rejects mehr als nur kurzfristigen Erfolg verzeichnen können.

Anspieltipps:

  • Gives You Hell
  • Breakin'
  • Another Heart Calls

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