Kamikaze Queens - Voluptuous Panic! - Cover
Große Ansicht

Kamikaze Queens Voluptuous Panic!


  • Label: Subterrania/CARGO
  • Laufzeit: 43 Minuten
Artikel teilen:
4/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie verkauft man heutzutage ein stinknormales Garagen-Rock’n’Roll-Album mit unüberhörbarem Rockabilly-Einschlag? Zum Beispiel, in dem der Presse-Waschzettel etwas von „Punk-Cabaret aus der Honky-Tonk-Hölle” fabuliert und die musikalischen Protagonisten verkleidet als 20er Jahre Film-Noir-Figuren herumrennen. Nun ja, netter Versuch. Viel nützen wird das Ganze freilich nicht, denn was das weibliche Gesangsdoppel Trinity Sarratt und Kathryn „Mad Kate“ Fischer sowie Tex Morton (Gitarre), Lusious Lloyd Clark (Bass) und Nico Lippolis (Drums) alias Kamikaze Queens auf ihrem Debütalbum „Voluptuous Panic“ aufführen, ist kaum der Rede wert.

Die aus Ex-Mitgliedern von mehr oder weniger bekannten Bands wie Sin City Circus Ladies, Mad Sin und Jingo De Lunch bestehenden Kamikaze Queens gefallen sich in rumpelnden Punk’n’Roll-Songs, mit denen die fünf Berliner bereits im Vorprogramm der kauzig-irren Eagles Of Death Metal aufgetreten sind. Das mag vielleicht optisch zueinander passen, aber nicht musikalisch und schon gar nicht qualitativ. Dazu geht dem Quintett noch zu oft der kompositorische Pfiff ab, mit dem es sich von der breiten Masse abheben kann und für eine gestandene Rockabilly-Combo fehlt den Kamikaze Queens in Albumform das Rohe und Wilde ihrer Bühnenauftritte. Aller Anfang ist eben schwer. Dennoch: Mit „Romance is dead“ haben die Berliner wenigstens schon so etwas wie einen kleinen Hit in petto. Darauf lässt sich aufbauen.

Anspieltipps:

  • Don’t look back
  • Romance is dead
  • The morning after
  • True love never dies

Neue Kritiken im Genre „Rock“
Diskutiere über „Kamikaze Queens“
comments powered by Disqus