Fire In The Attic - Fire In The Attic - Cover
Große Ansicht

Fire In The Attic Fire In The Attic


  • Label: Redfield Records/CARGO
  • Laufzeit: 42 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Aktion erschien wie eine letzte Überlebenschance, der verzweifelte Versuch, Publicity zu bekommen und ein Hilfeschrei in Richtung Konsument und Industrie, als die deutsche Post-Hardcore-Band Fire In The Attic im April des Jahres 2008 ihr neues, bis dahin drittes Studioalbum „Cum Grano Salis” an Gott und die Welt verschenkte, indem sie es kostenlos einer großen Musikzeitschrift beilegte. Stärker konnte das Produkt Musik sicher nicht entwertet werden. Denn was soll jetzt noch kommen? Erhält jeder, der sich Songs oder gar ein Album von Fire In The Attic anschaffen möchte, fünf Euro auf die Hand?

Mitnichten! 2009 stehen die Zeichen bei Fire In The Attic auf Neuanfang. Nach dem Ausstieg ihres Sängers im August des vergangenen Jahres (Ole Feltes verließ die Band und wurde durch den 20-jährigen Engländer Thomas Prescott, Ex-Keyboarder der Hardcorler Kenai, ersetzt), entstand in relativ kurzer Zeit ein neues Album, mit dem das Quintett noch mal so richtig angreifen möchte: „Wir haben alles gemacht, worauf wir Bock hatten, noch nie zuvor können wir uns mit einer Platte so identifizieren wie mit diesem Album“. Alles klar! Daraus folgern wie, dass Werke dieser Art natürlich keinen besonderen Titel benötigen. Es reicht der Bandname – und ab dafür!

Mit den 13 neuen Songs kommt auf die FITA-Fans jede Menge Arbeit zu. Denn Richard Meyer (Gitarre, Gesang), Daniel Crebelli (Gitarre, Gesang), Dennis Meyer (Bass) und Daniel Plotzki (Drums) umschiffen diesmal so gut wie jeden Ansatz eines eingängigen Hooks mit vertrackten Arrangements, die zumindest von den gewohnt mehrstimmigen Gesangsparts und einer amtlichen Portion Härte zusammengehalten werden. Das kennt der Fan, das mag der Fan. Allerdings kennt der geneigte Hörer auch das Problem der Bonner, wirklich herausragende Songs zu schreiben, die auf Anhieb aus der Masse herausstechen.

So sind auch heuer wieder diverse Hördurchgänge notwendig, um die eine oder andere kleine Perle herauszufischen. Doch leider gibt es am Ende wieder nur ein grundsolides Werk mit wenigen Höhepunkten auf die Ohren. Und der Neu-Sänger Thomas Prescott? Der macht seine Sache äußerst anständig. Aber damit lässt sich auch kein Boden gutmachen.

Anspieltipps:

  • Clockworks
  • Wide eyes
  • A call into arms
  • Sinking (relation)ship

Neue Kritiken im Genre „Post Hardcore“
6.5/10

Live II
  • 2015    
7.5/10

Dude Incredible
  • 2014    
Diskutiere über „Fire In The Attic“
comments powered by Disqus