Busta Rhymes - Back On My B.S. - Cover
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Busta Rhymes Back On My B.S.


  • Label: Motown/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 54 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn es einen ungekrönten König der im HipHop-Business so üblichen Kollaborationen gibt, dann heißt der Busta Rhymes, der in unzähligen Duetten seine Klasse bewies, dass man manchmal vergisst, dass er auch als Solokünstler tätig ist. Sein neues Album, Nummer acht, beinhaltet vierzehn Songs und davon sind stolze drei keine (!) Zusammenarbeiten mit anderen Künstlern. Die Gästeliste sprengt alle Dimensionen und alles was im Black Music-Bereich Rang und Namen hat, schaute einfach im Studio von Busta Rhymes vorbei. Die Entstehung des Werkes war etwas schwieriger als geplant, da Busta Rhymes einfach seine Plattenfirma Interscope/Universal im Streit verließ, um dann nach einigen Irrungen und Wirrungen quasi wieder bei seiner alten Plattenfirma Motown/Universal zu landen.

Dort fühlt er sich anscheinend wohler und nun zur Musik: Nach einem kurzen Intro, welches sogar ein Sample aus der klassischen Musik enthält und nach kurzem Worten des Meisters wird in bekannt lautstarker Art losgelegt. „Respect My Conglomerate“ begeistert den Hip Hop Fan mit der Singstimme von Jadakiss und dem Reibeisenorgan von dem nicht wegzudenkenden Rapper Lil Wayne, die gut mit Bustas schnellem Sprechgesang harmonieren. Musikalische Abwechslung bietet die CD aber leider erst zum Schluss, wenn Mister Rhymes, bürgerlich Trevor Smith, mit einem Song Akon und T.I. zum Musik machen einlud und ein entspannter „R&B und Pop trifft HipHop“-Track ist das Ergebnis. Es gibt auch noch die einzigartige Zusammenkunft von Mary J. Blige, John Legend, Common und Jamie Foxx zu bewundern, die in dem Song „Decision“ Soulelemente einbringen und sogar den wilden Busta fast sanft rappen lassen. „World go round“ setzt dann den Schlusspunkt, der aber die Schwächen offenbart, die der Silberling eindeutig besitzt. Estelle und Busta präsentieren einen monotonen Rhythmus, da fehlt eindeutig die innovative musikalische Idee.

Davor zeigen The Neptunes bei „Kill Dem“ wie langweilig sie mittlerweile klingen: Die Beats kommen sehr eintönig daher und noch nicht einmal Busta Rhymes kann das Ding retten. Es schleichen sich doch einige Füller ein, die musikalisch enttäuschen, da meist eine Idee ausgewalzt wird und auch ein Busta Rhymes schafft es ohne vernünftige Beats nicht so wirklich etwas Überzeugendes zu produzieren. Vielleicht liegt das auch an den vielen Produzenten, dass die Qualität nicht so überragend erscheint, doch Rhymes hat bei fast allen Songs seine Finger drin und muss daher für sein Werk geradestehen. Es bleibt also wie es ist: Zusammen mit anderen Musikern ist Busta Rhymes durchaus in der Lage gute Singles zu produzieren, auf Soloalbumlänge reicht es aber nicht zu Leistungen, die man als „gut“ bewerten kann. Im Genre spielt Busta Rhymes weiter in der oberen Liga, doch ist die Krise des HipHop/Rap durchaus auch bei ihm spürbar.

Anspieltipps:

  • Respect My Conglomerate feat. Lil Wayne & Jadakiss
  • Don't Believe Em feat. Akon & T.I.
  • Decision feat.Mary J.Blige, Jamie Foxx, John Legend, Common

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