Age Of Evil - Living A Sick Dream - Cover
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Age Of Evil Living A Sick Dream


  • Label: Evil Eye Entertainment
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit einiger Verspätung hat es das Debüt „Living a sick dream“ der zwei Brüderpaare Jeremy (Gesang, Gitarre) und Jacob Golberg (Bass) und Jordan (Gitarre) und Garrett Ziff (Schlagzeug) endlich über den großen Teich zu uns geschafft. In den Staaten bereits 2007 in Eigenregie veröffentlicht, haben die vier Teenager bereits einen ordentlich Rummel um ihre Band Age Of Evil entfacht, mit der sie als die neue Elite des Metal gehandhabt werden. Von einer fesselnden und einzigartigen Platte ist da die Rede, die mit Einflüssen von Judas Priest, Pantera, Iron Maiden, Black Sabbath, Saxon und Annihilator den alten Säcken im Business zeigen soll, wie eine derartig deftige Mischung im neuen Jahrtausend zu klingen hat.

Die daraus resultierende argwöhnische Zurückhaltung mit der „Living a sick dream“ in den CD-Player geschoben wird, kann sich wohl jeder bildlich vorstellen. Schließlich kann es sich nur um einen schlechten Witz oder unberechtigten Hype handeln, wenn eine Band bei einem Durchschnittsalter von etwa 17 Jahren mit solchen Vorschusslorbeeren bedacht wurde. Die zwei Goldbergs und Ziffs werden die Skepsis in der folgenden Dreiviertelstunde allerdings regelrecht zerschmettern. Nach dem Ballistic-Cover „Call me evil“, das zumindest schon mal die handwerklichen Vorzüge des Vierers aufzeigt, gibt es mit „You can´t change me“ die erste Komposition aus eigener Feder, welche abgesehen von harten Thrash-Riffs und energischer Rhythmusabteilung noch etwas blass bleibt, was wahrscheinlich auch an der dürftigen Gesangsleistung von Jeremy liegt, dessen ausdruckslose Stimmfarbe deutlich verbesserungswürdig ist.

Anschließend blasen Age Of Evil zum Angriff und jagen den Hörer in bester Old School Thrash-Manier durch „A call to arms“, brechen mit dem Titeltrack und „The storm“ in melodische Gefilde aus und versetzen „Land of yours“ mit einem höllischen Groove, der in abgewandelter Form gleich noch einmal „Fingertips of fate“ heimsucht, obwohl die Jungspunde hier wesentlich gesetzter ans Werk gehen. Die anfänglich etwas unentschlossene Speed Metal-Nummer „Glimpse of light“ steigert sich dann in einen knochenbrechenden Solo-Part hinein, der auf den diversen Live-Auftritten der Truppe sicherlich schon für einige blaue Flecken gesorgt hat, bis „Dawn of a new era“ und „Eye for an eye“ der New Wave Of British Heavy Metal Tribut zollt und das Album angemessen ausklingen lässt.

Scheint so als wäre mit Age Of Evil wirklich die neue Elite im Anrollen, die oben genannte Bands und Vertreter von amerikanischem Power, Speed, Thrash und 80er Jahre Heavy Metal irgendwann in die verdiente Rente schicken dürfte, denn technisch haben die Jungs einiges auf dem Kasten und mit „Living a sick dream“ bereits ein bärenstarkes Album in petto. Wenn jetzt noch der Gesang an Intensität zulegt und einige unentschlossenen Versatzstücke über Bord geworfen werden, die in überzeugendere Ideen umgewandelt werden, steht diesem Vorhaben sicherlich nichts im Wege.

Anspieltipps:

  • Land Of Yours
  • A Call To Arms
  • Eye For An Eye
  • Glimpse Of Light

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