K´Naan - Troubadour - Cover
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K´Naan Troubadour


  • Label: A&M/Universal
  • Laufzeit: 50 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Der im ostafrikanischen Somalia geborene und in Kanada lebende Rapper Kaynaan „K’Naan“ Warsame (30) steht bereits seit seinem 2005er Debütalbum „The Dusty Foot Philosopher“ auf einer imaginären Liste „unter Beobachtung stehender Künstler“. Will heißen, dem zum Freundeskreis der Familie Marley (Stephen und Damian) gehörenden Musiker wird eine ähnliche Karriere zugetraut, wie R&B-Kollege Akon (31), der ebenfalls afrikanische Wurzeln hat und aus den Charts nicht mehr wegzudenken ist.

Wie schon auf seinem Debütalbum vermischt K’Naan auch auf „Troubadour“ Einflüsse aus Reggae, Pop, Funk, Soul und afrikanischer Folklore mit seinem Verständnis von HipHop. Dadurch entstehen vielfältige Alben, die niemals langweilig sind und die doch recht ausgetretenen HipHop-Pfade mit frischen Ideen bereichern. Dass K’Naan und sein Label kommerzielle Aspekte (sprich die Charts und Verkaufszahlen) dabei nicht aus dem Auge lassen, zeigt allein die Gästeliste auf „Troubadour“, mit der sich das Album des Newcomers noch viel besser an den Mann bringen lässt. So geben neben Kumpel Damian Marley noch Chali 2na (Jurassic 5), Vernon Reid (Living Colour), Adam Levine (Maroon 5), die Rap-Urgesteine Mos Def und Chubb Rock sowie Metallica-Gitarrist Kirk Hammett (!) ein Stelldichein. Nicht schlecht, Herr Specht! Schließlich wusste bereits Michael Jackson, dass es öffentlichkeitswirksamer ist, ein Gitarrensolo von Eddie van Halen oder Slash einspielen zu lassen als von Heinz Müller aus Bottrop.

Doch geschicktes Marketing und Name Dropping allein hilft nichts, wenn die auf dem eigenen Mist gewachsenen Songs nichts taugen. Aber auch hier muss sich K’Naan keine große Sorgen machen, unter den 14 „Troubadour“-Tracks befinden sich nämlich genügend Beispiele für eingängiges, hitparadentaugliches Material (Single-Tipp: „Wavin’ flag“), dessen Hörgenuss nicht die Füße des Hörers einschlafen lässt (Stichwort Kirk Hammetts Metal-Gitarre). Denn auch wenn K’Naan die Materie HipHop nicht neu erfindet, ist sein oben beschriebenes Stil-Gebräu so abwechslungsreich, authentisch und Spaß verbreitend, dass sich mancher Kollege eine dicke Scheibe davon abschneiden kann.

Anspieltipps:

  • ABCs
  • Fatima
  • Bang bang
  • Wavin’ flag
  • If rap gets jealous

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