Joe Budden - Padded Room - Cover
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Joe Budden Padded Room


  • Label: Million Dappa/INTERGROOVE
  • Laufzeit: 65 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Von der einstigen Herrlichkeit des Ex-Majoracts ist nicht mehr viel übrig.

Mit mehr als 500.000 weltweit verkauften Einheiten seines selbstbetitelten 2003er Debütalbums sowie einer Grammy-Nominierung, ist der amerikanische Rapper Joe Budden hervorragend durchgestartet. Sechs Jahre später kommt er mit seinem zweiten offiziellen Album auf irgendeinem drittklassigen Minilabel daher. Was ist da passiert?

Der eigentliche Nachfolger von „Joe Budden“ wurde vom Major Def Jam zurückgehalten und letztendlich nicht veröffentlicht. In dieser Zeit hielt sich Budden mit der Veröffentlichung der dreiteiligen Street-Mixtape-Reihe „Mood Muzik“ und dem Digital-Only-Album „Halfway House“ über Wasser, ehe er aus seinem Vertrag mit Def Jam herauskam. Mit „Padded Room“ meldet sich Joe Budden nun endgültig zurück und Kollege The Game hilft ihm – quasi von Gangsta-Rapper zu Gangsta-Rapper – mit einem Feature auf der ersten Singleauskopplung „The future“. So ist bzw. bleibt man im Gespräch. Denn der Track besticht nicht nur durch markante Gesangs- und Raplinien, sondern auch durch einen Timbaland-artigen Club-Sound.

Nachdem bereits Rapstar Lil Wayne angekündigt hat, sein nächstes Album würde eine Rockplatte werden, tummeln sich auch auf „Padded Room“ ein paar Rock- und Metal-Gitarrenriffs („Don’t make me“, „Adrenaline“). Erwartet uns etwa in diesem Jahr ein Metal-Rap-Revival? Gott bewahre! Fakt ist jedoch: Es dürfte interessant zu beobachten sein, wie tolerant die HipHop/Rap-Gemeinde auf solche Exkursionen reagieren wird. Überhaupt: Auch die durchschnittliche Old-School-Produktion von „Padded Room“, für die sich mit Blastah Beats, Fyu-Chur, The Klasix, MoSS, Dub B, Qwan sowie Versatile & Dilemma eher die zweite und dritte Produzenten- und Beat-Bau-Garde verantwortlich zeichnet, benötigt einiges an Toleranz. Aus den mitunter sehr persönlich ausgefallenen Texten von Mr. Budden wird musikalisch nämlich oft nur Standardkost herausgeholt. Somit bleibt von der einstigen Herrlichkeit des Ex-Majoracts nicht mehr viel übrig, außer einem durchschnittlichen Comebackalbum mit einer potenziellen Hit-Single zusammen mit The Game.

Anspieltipps:

  • Adrenaline
  • The future
  • Don’t make me
  • Angel in my life
  • I couldn’t help it

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