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Defueld Defueld


  • Label: Shortwave/Rough Trade
  • Laufzeit: 48 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Defueld kommen aus Schweden und haben damit eigentlich schon gewonnen. Kaum eine Band, die in den letzten Jahren aus dem skandinavischen Königreich eine Platte vorlegte, enttäuschte oder konnte nicht wenigstens ein paar interessante Ansätze auf ihrer Scheibe unterbringen. Christoffer Wetterström (Gesang, Gitarre), Alexander Anfalk (Gitarre), Emil Bygde (Bass), Fredrik Hedberg (Keyboard) und Patrik Jansson (Schlagzeug, Perkussion) schaffen dies ebenso und knallen mit dem selbstbetitelten Debüt einen Mix aus Hardrock, Thrash, Melodic Death und konventionellen Heavy Metal hin, der diesen Eckdaten nach eine interessante Kombination verspricht.

Der Eröffnungsdreier „Spawn“, „Forever und „Endless roll“ gibt jedenfalls einen netten Vorgeschmack auf die stilistische Bandbreite der Stockholmer, weil die Midtempo-Nummern trotz gelungener Performance des musikalischen und stimmlichen (obwohl Christoffer der Leadsänger ist, steuern bis auf Drummer Patrik alle Mitglieder etwas zum Gesang bei) Könnens allerdings das gewisse Etwas vermissen und eine gewisse Beliebigkeit ausstrahlen, hält sich die Begeisterung erst einmal in Grenzen. „Hero(in)“ kann das Ruder mit einer ähnlichen Darbietung ebenfalls nicht gänzlich herumreißen, was der Power-Ballade „Waiting in the wings“ und dem anschließenden „Crime of the century“ jedoch mühelos gelingt, vereinen Defueld hier erstmals kraftvolle Arrangements mit starken Melodien und nachhaltiger Wirkung. Besonders Sänger Christoffer sorgt für ein gesundes Maß an Brachialität ohne den emotionalen Aspekt zu vergessen.

Dummerweise schöpfen die Schweden bei ihren Kompositionen nicht immer aus dem Vollen und verkaufen sich aufgrund fehlender Inspiration meist unter Wert, was erneut bei „Eye for an eye“, „Rather die standing“ oder der ekelhaft kitschigen Pianoballade „Blind“ (war das wirklich nötig?) zum Ausdruck kommt. Dafür liefert der Fünfer mit „Retarded“ und „The boy who´s transparent“ noch zwei Brecher, in deren Qualität wir auf dem nächsten Album bitte mehr hören wollen. Bis dahin muss man sich eben mit der einen oder anderen Durchschnittsware herumschlagen und hofft auf einen stärkeren Nachfolger, denn es braucht ohnehin etwas mehr als eine Hand voll guter Songs um aus der Masse herauszustechen.

Anspieltipps:

  • Retarded
  • Waiting In The Wings
  • Crime Of The Century
  • The Boy Who´s Transparent

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