Ladyfinger - Dusk - Cover
Große Ansicht

Ladyfinger Dusk


  • Label: Saddle Creek/INDIGO
  • Laufzeit: 42 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Album Nummer zwei der härtesten Fraktion auf Conor Oberts’ Saddle Creek Label. Lokalpatriotismus und diverse Verwechslungen führten dazu, dass Nebraska jetzt abgekürzt und in Klammern stehend im Namen getragen wird, ansonsten bleibt ein gesunder Wiedererkennungswert: zu hart für den empfindsamen Kram auf Saddle Creek, zu weich für den Kern der Post-Punk- und Hardcore-Szene.

Die meisten Anleihen indess, stammen aus jener Post-Punk- und frühen Hardcore-Phase, die Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger den schleimig gewordenen Heavy Metal à la Mötley Crüe überwinden wollte. Doch kommt hier einiges Vermischendes hinzu: melodiöser Classic Rock der Siebziger und stimmliche, wie gefühlsbetonte Anleihen beim viel softeren Emo.

Pat Oakes Schlagzeigspiel besticht besonders und treibt die tendenzielle Lethargie des Sounds weit genug weg um harte Musik zu sein. „Over And Over“ gefällt mit simplen 1-2-Punch-Rhythmus, „Little Things“ hebt die Gesangsqualitäten Chris Machmullers heraus und „Work Party“ kennt kollektive Singalong-Emphase.

Ladyfinger (ne) legen ein solide gutes Zweitwerk vor, dass wieder von Matt Bayles (Mastodon, Minus The Bear) produziert wurde, gelungene Ausdifferenzierungen zum Debüt erkennen lässt und trotzdem aufzeigt, dass Ladyfinger eine Art Sound gefunden haben, den sie wohl nicht mehr verlassen werden. Das Album ist gut, der Vergleich soll nicht schmälern, wenn man Ladyfinger (ne) folgendermaßen komprimiert: genießbarer Einstieg in die Post-Punk-Hardcore-Welt.

Anspieltipps:

  • Let’s Get Married
  • Over And Over
  • Little Things
  • Work Party

Neue Kritiken im Genre „Hardrock“
6.5/10

Snakes & Ladders
  • 2017    
Diskutiere über „Ladyfinger“
comments powered by Disqus