To Arms Etc. - Corner Games - Cover
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To Arms Etc. Corner Games


  • Label: Bronzerat Records
  • Laufzeit: 36 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit „Corner Games” legt der australische Wahl-Londoner Charles Campell-Jones (Gesang, Texte, Musik, Tasteninstrumente, Bass, Percussion) das Debütalbum seines Bandprojektes To Arms Etc. vor. Dieses wurde im Jahr 2008 mit zahlreichen Gastmusikern – darunter u.a. Gemma Ray, Julitha Ryan von Silver Ray, Ross Calia und Oliver Mann – zwischen Melbourne und London eingespielt und von Ben Thackeray (The Chemical Brothers, Bloc Party, Happy Mondays, Hot Chip) produziert.

Inzwischen hat Charles Campell-Jones ein festes Line-Up um sich geschart, so dass in der Besetzung Tiia Jaakola (Keyboards), Nathan Futo (Gitarre), Alex Lawton Mawdsley (Bass) und Richard Perman (Drums) auch Live-Auftritte möglich sind. Dabei wird es spannend zu beobachten sein, wie To Arms Etc. ihre melodramatisch feingliedrige Popmusik mit Einflüssen aus den späten 60er und frühen 70er Jahren umgesetzt bekommen. Denn „Corner Games“ klingt nach reichlich Studioarbeit mit diversen, übereinandergestapelten Tonspuren, aus denen sich ebenso verschrobene wie schöne Liedgebilde herauskristallisieren.

Sämtliche Stücke leben von einer hohen Orgel- und Pianobeimischung, vielschichtigem Harmoniegesang und dezenten Rockmusikeinschüben, was man sich in etwa wie eine Mischung aus Lou Reed, Mercury Rev, Radiohead, Ben Folds und Eels vorstellen kann. Die Musik funktioniert dabei in Form eines in sich geschlossenen Albumkonzepts und nicht als Aneinanderreihung von potenziellen Singles. Tracks, die als Singleauskopplung tauglich wären, gibt es auf „Corner Games“ nämlich gar nicht. Diese würden im lauten und schnelllebigen Charts-Getöse auch heillos untergehen.

So braucht der geneigte Hörer gewiss etwas länger, um sich in die Klangwelten von To Arms Etc. einzufühlen – zumal die schwächeren Songs ausgerechnet am Albumanfang platziert wurden. Doch Durchhalten wird belohnt! Ab Track Nummer drei („Kids in the sticks“) platzt der Knoten und To Arms Etc. servieren einen starken Song nach dem anderen, bevor die Hitdichte ab „It didn’t hurt“ wieder etwas nachlässt. Bis dahin haben wir allerdings schon ein echtes Indie-Pop-Schätzchen gehört, das sich vom üblichen Einerlei sehr positiv unterscheidet.

Anspieltipps:

  • Little domino
  • All showed up
  • Super-radiance
  • Kids in the sticks
  • Most mathematicians

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