White Skull - Forever Fight - Cover
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White Skull Forever Fight


  • Label: Audioglobe/SPV
  • Laufzeit: 53 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Gut, die glorreichen Zeiten als White Skull einem Anhänger von Female fronted Metal noch als Herz gelegt werden konnte, sind mit dem Ausstieg der Ur-Sängerin Federica De Boni logischerweise besiegelt worden, aber zumindest konnte ihr Nachfolger, das argentinische Reibeisen Gustavo Gus Gabarró, stimmliche Impulse setzen, die gegen den immer farbloser werdenden Output der Band ankämpfen mussten. Nun hat eben jener das Weite gesucht und wurde wieder durch eine Dame nachbesetzt, wahrscheinlich um langjährigen Fans das Gefühl zu geben „back to the roots“ zu steuern.

Dieses Vorhaben ist leider nach hinten los gegangen, was nicht nur daran liegt, dass „Forever fight“ neue Grenzen kompositorischen Schiffbruchs beschreitet, sondern auch an Elisa de Palma, der neuen Frau hinter dem Mikro. Was sie allein im balladesken Stück „Boudicca´s speech“ herumjammert oder an fehlendem Volumen und nervtötender Stimme durch die restliche Platte stolpern lässt, liegt jenseits von Gut und Böse. Schlechte englische Aussprache ist bei einer italienischen Band gelegentlich in Kauf zu nehmen, aber wie Palma diesen Umstand mit ihrer geradezu schwachbrüstigen und nichtssagenden Performance kombiniert, ist genauso sagenhaft wie der Inhalt der zwölf neuen Stücke.

Natürlich könnte „Forever fight“ noch auf der musikalischen Seite punkten, jedoch zerstreuen sich derartige Hoffnungen nach dem gelungenen Intro „We are coming“ und der progressiv angelegten Nummer „Escape“ in alle Winde, bringen White Skull danach nämlich keinen einzigen sinnvollen, respektive innovativen Song zustande. Nachdem im Vorgänger wenigstens noch halbwegs erträglich bei diversen anderen Bands abgekupfert wurde, so reicht es dieses Mal gerade für eine schlechte Kopie der Kopie und nach dem dritten Solo-Gefrickel in drei Songs, welches die vorhersehbaren Strukturen wohl etwas auflockern und knackiger klingen lassen soll, hat man eigentlich schon das Interesse an der achten Scheibe der sechs Italiener verloren. Da interessiert es einen dann auch nicht, dass „Etzel“ das Thema von „Das Phantom der Oper“ aufgreift oder „Forever fight“ den tapferen Barbaren der Antike gewidmet ist.

Anspieltipps:

  • Escape

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