Lion´s Share - Dark Hours - Cover
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Lion´s Share Dark Hours


  • Label: Blistering Records/EDEL
  • Laufzeit: 44 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Kaum zu glauben, dass Lions Share bereits seit über zehn Jahren bestehen. Dabei hat die in der Mitte der 90er Jahre, den Krisenzeiten des klassischen Heavy Metal, gegründete Band bereits fünf Langrillen unter das Volk gebracht. Dass man hierzulande von den drei Schweden Lars Chris (Gitarre), Sampo Axelsson (Bass) und Patrik Johansson (Vocals) trotzdem noch kaum Notiz genommen hat, begründet das neue Album „Dark Hours“, das nur ein Jahr nach „Emotional Coma“ auf die Metalfans losgelassen wird.

Denn das lässt jegliche Eigenständigkeit vermissen. Der Opener „Judas Must Die“ rauscht genauso wie die folgenden beiden Titel als eine Mischung aus Helloween und den frühen Hammerfall relativ spurlos am Hörer vorbei. Sicherlich klingt das Ergebnis fett produziert, doch wirklich überzeugen kann das nicht. Das mag daran liegen, dass Doublebass in Maschinengewehrgeschwindigkeit nach dem x-ten Mal hören nicht mehr wirklich beeindrucken kann, oder auch dass die Songs für „Melodic“ Metal doch relativ uneingängig sind. Jedenfalls lassen die ersten Nummern der Scheiben selbst hart gesottene Speedmetal Fans relativ kalt.

Etwas interessanter kommen die eine Spur langsameren „Heavy Cross To Bear“ und „The Presidio 27“, sowie das mit dezent-modernen Elementen ausgestattete „The Bottomless Pitt“ daher. Insbesondere letzteres hebt sich positiv von dem ansonsten gebotenen Schredder-Einheitsbrei hervor. Insgesamt bleiben diese positiven Ausreißer aber leider Ausnahmen, denn Songs wie der von Stanley Kubrick entliehene Titel „Full Metal Jacket“, „Barker Ranch“ oder Space Scam„“ schließen nahtlos an die im besten Sinne austauschbaren Nummern vom Anfang der Schreibe an. Alles in Allem also eine der unauffälligsten Old-School-Heavy-Metal-Veröffentlichungen des laufenden Jahres.

Anspieltipps:

  • Judas Must Die
  • The Presidio 27
  • The Bottomless Pit

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