Smoove & Turrell - Antique Soul - Cover
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Smoove & Turrell Antique Soul


  • Label: Jalapeno/Groove Attack
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Spätestens seit Gnarles Barkley ist Soul wieder richtig angesagt. Das ganze Hochgemischt auf eine Ebene, die auch in Clubs und in den Charts funktioniert, zeigt sich dieser neue Soul sogar als Abräumer an der Kasse und bei den Kritikern. So fühlt sich der Soul richtig wohl im House und alles ist vorbereitet für die perfekte Party. Smoove ist schließlich lang genug erfolgreicher DJ, um die richtigen Melodien aufzulegen und zu kreieren und sein Gnarles in spe Turrell tut das Seinige dazu, damit „Antique Soul“ die Plattenläden erobern kann.

So beginnt es entsprechend schwungvoll mit „Hammond“. Die treibenden Beats, die Orgelsounds und die soulige Stimme Turrells sorgen für wohlige Feierlaune. Allerdings versprüht die Musik nicht den Funken Originalität, dass man niederknien möchte. Auch die viel besungene Single „ I Can’t Give You Up“ arbeitet doch ein wenig zu sehr mit Wiederholung und konzentriert sich sehr auf diesen einen Satz. Zwar bleibt immer Bewegung in der Sache und es macht Spaß, sich die Tracks immer mal wieder anzuhören, doch der ganz große Wurf bleibt bisher aus.

Neben den lauten Partykrachern sind natürlich auch dem Soul entsprechend ruhige Nummern dabei. Und ist ein „The Difference“ wirklich noch eine Spur zu kitschig, funktioniert ein „You Got Me Bad“ schon richtig gut als Ohrwurm. Irgendwann wird sogar gecovert, denn „Don’t Go“ dürfte jeder selbst kennen. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten (nur, dass es nicht an das Original rankommt). Wer aus dieser Mischung aus Funk, Soul und House etwas gewinnen kann und besonders noch auf die ruhigen Stücke abfährt, der ist gut bedient mit „Antique Soul“. Allerdings bleiben die großen Ideen oft auf der Strecke und weichen für den angenehmeren, einfachen Weg. So sind tolle Bläsersoli wie in „Latin Groove“ eine seltene Ausnahme und das Gleichheitsgefühl in den souligen Nummern nicht zu verneinen.

Am Ende ist der Mix einfach nicht ausgewogen genug und das Motiv der Künstler wird nicht hundertprozentig ersichtlich. So muss man schon in der richtigen Laune sein, um das komplette Album anzuhören, weil es hier nur schwarz und weiß gibt. Partylaune (wenngleich mit weicher Soulstimme) und Balladen für die traute Zweisamkeit oder die große Einsamkeit der Lounge.

Anspieltipps:

  • I Can’t Give You Up
  • Latin Groove
  • You Got Me Bad

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