Yusuf - Roadsinger - Cover
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Yusuf Roadsinger


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 32 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

„Roadsinger“ ist ein dezentes und wenig fröhliches Album ohne großes Tamtam und Ansprüche an irgendwelche Hitparadenplätze.

Als Yusuf Islam alias Cat Stevens (60) vor 2½ Jahren mit dem Album „An Other Cup” (11/2006) auf die Bühne und in die Öffentlichkeit zurückkehrte, waren geschlagene 28 Jahre seit seiner letzten Veröffentlichung als Singer/Songwriter vergangen. Doch als hätte es diese lange Pause nicht gegeben, schmiegte sich die markant-vertraute Stimme sofort wieder in die Ohren der Hörer, zumal auch die Songs des Comeback-Albums im bekannten Stil der 70er Jahre klangen.

Mit „Roadsinger“ knüpft Yusuf Islam nicht nur nahtlos an das „An Other Cup”-Album an, auch die unverschämt kurze Spielzeit von knapp über einer halben Stunde (!) weckt Erinnerungen an seine Werke in den 60er und 70er Jahren. Die elf Songs wurden in Studios in London (Kensaltown), Los Angeles (House of Blues), Dubai (East Iris Studio) und Nashville (Home Attic Studio) vorwiegend live eingespielt und von Martin Terefe (u.a. James Morrison, Jason Mraz, Ron Sexsmith, Leona Naess, KT Tunstall) mit einem wunderbar erdigen Sound co-produziert. Den Background Gesang teilen sich zudem so bekannte Kollegen wie Michelle Branch, James Morrison und Holly Williams.

Das Tempo der Lieder ist häufig gemächlich und die Arrangements in der Regel auf akustischem Terrain. Dadurch stechen kleinere Streicher- („Thinking ’bout you“, „The rain“), Steelguitar- („Welcome home“) und Bläser-Gastspiele („Everytime I dream“, „Dream on“) besser hervor, wobei die Kompositionen insgesamt unauffällig ausfallen und mehrere Durchläufe benötigen, bis sie im Gedächtnis hängen bleiben. Dabei fällt auf, dass die zweite Albumhälfte deutlich besser geraten ist als die erste. So gehen lediglich der beschwingte Titeltrack, das dezent aufbrausende „This glass world“ sowie „Be what you must” auf Anhieb ins Ohr, was bei letztgenanntem Titel nicht zuletzt dem Einsatz eines Kinderchores geschuldet ist.

„Roadsinger“ ist ein dezentes und wenig fröhliches Album ohne großes Tamtam und Ansprüche an irgendwelche Hitparadenplätze – einfach Cat Stevens, sorry, Yusuf Islam pur!

Anspieltipps:

  • Shamsia
  • Roadsinger
  • This glass word
  • Be what you must
  • All kinds of roses

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