Soundtrack - Fast & Furious - Cover
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Soundtrack Fast & Furious


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 40 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Trotz verdammt dünner Stories um Autos, Frauen, Gangster und coole Typen, laufen die Kinofilme weltweit wie geschnitten Brot.

Die „The Fast & Furious”-Reihe, die heuer ihre dritte Fortsetzung erlebt, ist ein kommerzielles Phänomen. Trotz verdammt dünner Stories um Autos, Frauen, Gangster und coole Typen, laufen die Kinofilme weltweit wie geschnitten Brot und auch die Soundtracks – obwohl allesamt nicht der Rede wert – verkaufen sich überdurchschnittlich. Auch wenn es keiner so richtig erklären kann: Die Macher treffen mit ihrem Paket aus heißer Action und angesagter Musik immer wieder treffgenau ins Geschmackszentrum der vornehmlich jugendlichen Fans und machen damit Publikum, Filmverleiher, Kinobetreiber und Plattenfirmen rundum glücklich.

Im vierten Teil der Raser-Reihe ist Kult-Star Vin Diesel nach einer Pause wieder mit an Bord, um seinen hochgezüchteten PS-Boliden um die Kurven zu wuchten. Zudem gibt sich Nachwuchsstar Paul Walker die Ehre und für die Optik huschen Jordana Brewster und Michelle Rodriguez über die Leinwand. Viel mehr muss über „Fast & Furious“ eigentlich nicht erzählt werden. Der Rest ergibt sich von selbst. Auf die Ohren gibt es dazu einen kompakten 40-Minuten-Soundtrack aus der HipHop/Rap-Ecke, der u.a. von den Neptunes produziert wurde, die dem Sampler mit sieben von elf Produktions-Credits eindeutig ihren Sound-Stempel aufdrücken.

Der Performance-Löwenanteil der Tracks geht auf die Kappe von Pitbull, der insgesamt fünfmal mit dem Mikro am Start ist. Weitere Interpreten sind u.a. Pharrell Williams, Busta Rhymes, Robin Thicke, Don Omar und Kenna. Von der ersten Garde des HipHop lässt sich deshalb nur mit Abstrichen sprechen. Ein Busta Rhymes zum Beispiel treibt sich sowieso überall herum – auch wenn sein „G-Stro“ zu den besseren Tracks zählt – und der markante Sound der Neptunes hat in den letzten Jahren ebenfalls gewaltig an Strahlkraft verloren, worunter auch der „Fast & Furious“-Soundtrack leidet. Dieser dümpelt nämlich die meiste Zeit im gepflegten Mittelmaß herum, aus dem er sich nur hin und wieder befreien kann, z.B. durch exotische Kollaborationen (Rye Rye und M.I.A. in „Bang“) oder wenn durch spanisch-sprachige Raps südamerikanisches Flair verbreitet wird („Virtual diva“). Stoisches Geboller in Kombination mit rhythmischen Belanglosigkeiten in „Loose wires“ oder „Blanco“ braucht dagegen niemand. Aber dieses ganze „Fast & Furious“-Ding ist und bleibt eben ein Phänomen, bei dem sich die Fans an solchen „Kleinigkeiten“ noch nie gestört haben.

Anspieltipps:

  • Bang
  • Krazy
  • Bad girls
  • Virtual diva
  • La isla bonita

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