Icon In Me - Human Museum - Cover
Große Ansicht

Icon In Me Human Museum


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 47 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Sehr geehrte Promo-Abteilung von Massacre Records! Wäre nett gewesen neben dem üblichen Blabla einen dezenten Hinweis auf die Brachialgewalt der vorliegenden Scheibe zu geben, denn so überrumpelt einem der Opener dermaßen, dass man nach etwas mehr als einer halben Minute nicht mehr weiß, ob man Männlein oder Weiblein ist. Bei einem Blick auf das illustre LineUp hätte zwar erahnt werden können, dass mit Workaholic Tony Jelencovich (Gesang), D.Frans (Gitarre), Artyom (Gitarre), Konstantin (Bass) und Morten Lowe Sörensen (Schlagzeug) nicht gerade ein zart besaitetes Bluesrock-Album durch den Äther schallt, doch das niederprasselnde Fear Factory-Eruptivgestein „Disloacted“ übersteigt trotzdem die kühnsten Erwartungen.

Ähnlich brettert „That day, that sorrow“ und „End of file“ aus den Boxen, während „Empty hands“ als kurze Verschnaufpause zwar gerade richtig kommt, aber dennoch stinklangweilig und uninspiriert vor sich hin nudelt. Mit „Moments“ schleppen Icon In Me dann ihre kommerzielle Allzweckwaffe an, die trotz Melodieseligkeit und metallisch-popiger Strukturen ein wahrer Ohrenschmaus ist. In einer besseren Welt läuft die Nummer jedenfalls neben Nickelback im Radio. Das kurze „Blood ritual“ poltert dann als adrenalingetränktes Intermezzo umher, bis „To the end“ den Thrash-Knüppel schwingt und im Refrain erneut klaren Gesang ansteuert, der dieses Mal aber ein wenig aufgesetzt wirkt.

Denselben Rumms wie schon zu Beginn mit „Dislocated“ entfacht die schwedisch/russische Kombo mit der einminütigen Einleitung „In memorium“ bzw. dem anschließend schreddernden „The worthless king“, offenbart danach in „Turn the dead on“ dezenten Synthie-Einsatz zu Beginn, sowie gewagte, gegenläufige Gitarrenspielchen im Mittelteil und jagt in dem selben Tempo „Avoiding the pain“ über die Albumzielgerade. Keine Frage, „Human museum“ ist weder ein Meilenstein noch ein sonderlich eigenständiger Output geworden, aber mit der drückenden Abmischung von Jacob Hansen (Destruction, Raunchy, The Arcane Order) im Rücken und der verflucht guten Mischung aus Fear Factory und den bisherigen Stationen der jeweiligen Protagonisten wie The Arcane Order, Hatesphere oder Soilwork muss es ja nicht immer die Erfindung des Rades sein um Spaß zu haben. Und mit „Human museum“ knallt´s gleich doppelt so schön.

Anspieltipps:

  • Moments
  • Dislocated
  • Turn The Dead On
  • That Day, That Sorrow

Neue Kritiken im Genre „Thrash Metal“
7/10

Seasons Of The Black
  • 2017    
6/10

The Devil Strikes Again
  • 2016    
Diskutiere über „Icon In Me“
comments powered by Disqus