Metallica - Broken, Beat & Scarred EP - Cover
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Metallica Broken, Beat & Scarred EP


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 60 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Aus der Abteilung „minimaler Aufwand, maximaler Ertrag” erscheint mit „Broken, Beat & Scarred” die zweite drei Silberlinge umfassende Maxi-Single-Box (also zwei CDs und eine DVD) nach „All Nightmare Long“ (12/2008) aus dem Hause Metallica. Frage: Ist das wirklich noch Value for Money oder nur geschickte Abzocke? Die Antwort können wohl nur die Fans geben...

Die zweite physische Singleauskopplung (auf so einen Mist muss man heutzutage also auch noch achten) aus „Death Magnetic“ (09/2008) kommt wiederum als sammlerfreundliches 6-Seiten-Digipack daher, auf dem neben dem insgesamt dreimal vertretenen Hauptsong (zweimal Studio, einmal live) drei zusätzliche Live-Stücke, zwei Videoclips sowie das „Electronic Press Kitt“ zum „Death Magnetic“-Album Platz gefunden haben.

Da bekommt der normale Metallica-Fan schnell feuchte Hände, denn ein Blickfang fürs Regal ist „Broken, Beat & Scarred“ auf jeden Fall – wenn auch ein ziemlich teurer. Aber das sind wir von Metallica ja gewohnt (Stichwort: Pappsärge für 100,-- Euro). Eher ungewohnt war dagegen der relativ schwache Sound der Live-Songs auf dem „All Nightmare Long“-Dreifachdreher, die am 12.09.2008 in der nagelneuen Berliner O2 World Arena aufgenommen wurden. Die Live-Stücke auf „Broken, Beat & Scarred” wurden drei Tage später in der O2 Arena in London aufgenommen. Offenbar hat man dort mehr Erfahrungen mit dem richtigen Auspegeln von Live-Aufnahmen, denn die Tracks kommen wesentlich druckvoller und sauberer aus den Lautsprechern.

Das 6½-Minuten-Stück „Broken, Beat & Scarred“ zählt in Sachen Eingängigkeit und Riffing nicht ganz zur ersten Garde auf „Death Magnetic“. Dafür enthält es mit „What don‘t kill ya make ya more strong” eine der zentralen Textaussagen des Albums. Der Track wird in der Live-Fassung von „End of the line“ (ebenfalls von „Death Magnetic“), dem 1974er Queen-Klassiker „Stone cold crazy“ (der in der englischen Hauptstadt ein dankbares Publikum findet) sowie „Of wolf and man“ – eine der wenigen Nicht-Singleauskopplungen vom „Schwarzen Album“ – begleitet. Das ergibt ein rundes Bild. Und irgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass den Metallica-Fans am Ende des Jahres das erste offizielle Live-Album der Bay-Area-Metaller ins Haus stehen könnte.

Anspieltipps:

  • Of wolf and man
  • Stone cold crazy
  • The day that never comes

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