Crown The Lost - Blind Faith Loyalty - Cover
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Crown The Lost Blind Faith Loyalty


  • Label: Cruz/ALIVE
  • Laufzeit: 54 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn sich das Schlagzeug so anhört, dass man sich ernsthafte Sorgen macht, handelte es sich dabei um den Puls eines Menschen, dann befindet man sich meist im Genre des Death oder Trash Metal (manchmal auch im progressiven Bereich!). Crown The Lost aus Amerika haben sich mit ihrem Debüt „Reverence Dies Within“ einen Namen in der Szene gemacht, dann aber gute drei Jahre gebraucht, um die neue Scheibe „Blind Faith Loyalty“ nachzulegen. Das schwierige zweite Album also. Soll hier weiter „getrasht“ werden oder gehen die Jungs vor leichteren Melodien in die Knie? Die Angst ist natürlich groß, wenn davon gesprochen wird, dass das Soundspektrum erweitert wurde.

Keine Sorge! Der Gesang, der schon in vergangene Dekaden gepasst hätte, ist geblieben und so auch das Gehämmer und Geschrammel. Man merkt allerdings, dass der Melodiebogen nie ganz aus den Augen der Musiker gerät und man doch sehr konform mit allem umgeht und nicht wirklich innovativ. Langweilig wird das zwar nicht, aber so groß ist das Facettenreichtum auf dem Album nicht, dass man in Gejauchze ausbricht. Ob man nun den gewaltigen Opener „Defame The Hypocrites“ nimmt oder „Dreaming In Reverse“: Es wird geballert, was das zeug hält und ruhiger wird es nur, wenn der epische Gesang einsetzt, der vielleicht nicht das perfekte Stilmittel dazu ist. Allerdings können solche Kombinationen sehr erfrischend sein, wie einst bei Dredg.

Letztendlich fehlt aber die große Überraschung, die frische Abwechslung. Es geht zwar die ganze Zeit vorwärts, aber die Häuser, an welchen man vorbeirauscht, kommen einem bekannt vor und es wird kein einziges Mal abgebogen: Immer geradeaus. So dürften Fans auf keinen Fall enttäuscht werden und auch nicht jene, die ihr Adrenalin hochjagen wollen. Jene aber, die nach etwas Neuem und etwas Aufrüttelndem gesucht haben, sind hier nur teilweise willkommen und treffen auf ein gutes Album, das sein Handwerk meisterlich beherrscht, die Kunst allerdings noch nicht weit genug erforscht hat. Aber die Fahrt ist ja noch lang und es sieht nicht überall gleich aus. Vielleicht würde eine gesündere Anpassung an Hymnen wie den Titeltrack oder „Bound To Wrath“ besser funktionieren, anstatt entweder einem Hammer oder der melodieverliebten Nummer. Aber das müssen die Künstler selbst am Besten wissen.

Anspieltipps:

  • Blind Faith Loyalty
  • Defame The Hypocrites
  • Bound To Wrath

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