Mark Medlock - Club Tropicana - Cover
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Mark Medlock Club Tropicana


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 48 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Da ist er also wieder, Mark Medlock, der Gewinner der vierten DSDS-Staffel und Dieter-Bohlen-Hätschelkind. Er präsentiert mit „Club Tropicana“ sein (nun auch schon) viertes Studioalbum seit seinem mit Platin veredelten Debüt aus dem Jahr 2007. Wiederum darf/muss der 30-Jährige die kompositorischen Ergüsse des einzig wahren Pop-Titans singen und mit debiler Mine zum bösen Spiel performen. Aber, hey, ist doch scheißegal! Hauptsache die Kohle stimmt. Und damit sind wir auch schon bei den Details zum neuen Longplayer, der sich nicht nur als schwere Enttäuschung, sondern als mittlere Katastrophe herausstellt.

War der Vorgänger „Cloud Dancer“ (05/2008) noch ein angenehm hörbares Soul-Pop-Album, das sich als das bis dato Beste des Duos Bohlen/Medlock entpuppte, „glänzt“ „Club Tropicana“ – bis auf ganz wenige Ausnahmen wie „Last summer“ – nur noch als ein einfallslos zusammengeschustertes Partyalbum auf Ballermann-Niveau. Das Ganze ist dermaßen belanglos und mit einer derart billigen Produktion „gesegnet“, dass die Plattenfirma zur Veröffentlichung noch nicht mal einen neuen Pressetext am Start hat. Wozu auch? Wie gesagt: Scheißegal!

Mark und Dieter wollen uns mit „Club Tropicana“ auf eine Reise mitnehmen, damit wir unter Palmen auf einem akribisch gepflegten Südsee-Sandstrand und mit jeder Menge Cocktails gemeinsam abfeiern können, „where“ – na klar! – „our Dreams come true“. Also ist „Club Tropicana“ vielleicht sogar ein Konzeptalbum? Es scheint wirklich so. Anders lässt sich das traurige Treiben mit künstlich auf exotisch getrimmten Songs und Melodien auf Rummelplatz-Niveau („Copacabana“, „Second chance“, „Reach for the stars“) nicht erklären. Aber um das festzustellen, benötigt es theoretisch noch nicht mal den Kauf der CD. Denn schaut man sich nur die Songtitel an, lässt sich bereits erahnen, wie dumpf und hohl das gesamte Werk ist. Wer es trotzdem nicht glaubt, soll sich halt ein paar Tracks downloaden, aber um das Album besser einen großen Bogen machen.

Anspieltipps:

  • Last summer
  • Heart to heart
  • Put a smile on your face

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